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Teamgeist kennt man, Pioniergeist auch, auch das Wort Gründergeist ist geläufig. Alle diese Begriffe beschwören eine bestimmte positive, aufs Machen ausgerichtete Haltung. Doch was ist Zukunftsgeist? Ich kannte den Begriff bis vor Kurzem nicht. Ins Spiel gebracht hat ihn Frederik G. Pferdt, ehemaliger Innovationschef bei Google und Autor unseres diesmaligen Titelthemas. Pferdt begreift sich als radikaler Optimist, wobei er Optimismus nicht als Emotion, sondern als Werkzeug betrachtet, als eine bewusste Entscheidung, an die Gestaltbarkeit der Zukunft zu glauben – auch oder gerade angesichts von Komplexität und Ungewissheit.
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Was aber steckt drin, in diesem Wort „Zukunftsgeist“? Es klingt nach Aufbruch, nach Denkfreude, nach der Lust, sich auch ins Ungewisse zu wagen. Zugleich öffnet es ein gedankliches Feld, in dem klassische Managementlogik wenig Platz hat – dafür umso mehr Neugier, Zuversicht und Gestaltungswille. Dabei ist „Zukunftsgeist“ für Pferdt etwas anderes als ein Mindset. Gemeint ist vielmehr die Perspektive, die wir in einem bestimmten Moment in Bezug auf die Zukunft einnehmen. Mit welchen Gedanken, welchen Gefühlen und welchem Fokus begegnen wir ihr? Sind wir mental bereit? Ob Sie, liebe Leser und Leserinnen, über Zukunftsgeist verfügen, worin genau sich dieser Spirit zeigt, welche Dimensionen er umfasst und wie man ihn in sich stärken kann, lesen Sie hier.
Auch Silja Graupe ist eine, die an die Gestaltbarkeit der Zukunft glaubt. Sie war Keynote Speakerin der diesjährigen Petersberger Trainertage und wusste gleichsam zu bewegen wie aufzurütteln. Die Gründerin der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung ist davon überzeugt, dass Menschen nicht durch Druck, Anreize oder Kontrolle zu verantwortlichem Handeln finden, sondern durch Sinn, Freiheit und Vertrauen.
Ihre Hochschule in Koblenz ist Ausdruck dieser Haltung: ein Ort, an dem Bildung als Persönlichkeitsentwicklung verstanden wird und Studierende ermutigt werden, eigene Zukunftsbilder zu entwerfen. Graupe gibt sich nicht mit kurzfristiger Verwertbarkeit zufrieden, sie fragt vielmehr: Was wäre, wenn (Weiter-)Bildung nicht mehr formt, sondern befreit? Wenn wir nicht länger von Menschen denken, sie müssten zugerichtet, motiviert, optimiert werden – sondern ihnen zutrauen, aus eigenem Antrieb die Welt zu gestalten? Im Interview spricht sie über Zukünftebildung, Sinnentfaltung und darüber, wie Verletzlichkeit – sie selbst leidet an einer unheilbaren Krankheit – zur Quelle gesellschaftlicher Kraft werden kann.
Alle Beiträge dieser Ausgabe auf einen Blick:
Viel Spaß beim Lesen und viel Erkenntnisgewinn!
Ihre Nicole Bußmann
Beitrag von Nicole Bußmann aus managerSeminare 329, August 2025