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Beitrag von Martin Wehrle aus managerSeminare 329, August 2025
Wie gehen Teammitglieder damit um, wenn ein Projekt scheitert, ein großer Kunde abspringt oder ein persönliches Ziel verfehlt wird? Welche Gedanken schleichen sich ein, wenn Rückschläge eintreten, Erfolge ausbleiben oder überraschende Hindernisse den Weg zum Ziel versperren? Die meisten Menschen reagieren negativ.
Zum Beispiel habe ich verfolgt, wie ein Einkäufer neue Lieferanten in Fernost gewinnen und bessere Preis erzielen wollte. Aber jedes Mal, wenn der Deal fast schon sicher schien, kam etwas dazwischen. Mal blieben die gelieferten Produkte Lichtjahre hinter der Qualität der Muster zurück. Mal hakte die Produktion, und die Ware floss nur in homöopathischer Dosis. Und mal hatte sich der Einkäufer auf die falschen Geschäftspartner eingelassen und merkte, dass seine Anzahlung gern genommen, aber die vereinbarte Leistung nicht erbracht wurde. Im Coaching sagte er Sätze wie: „Es ist einfach nicht möglich, auf diesem überreizten Markt noch vernünftige Lieferanten zu finden.“ Oder: „Mir fehlt das gute Händchen, jedes Mal liege ich daneben.“ Das ist typisch, wenn Menschen Rückschläge erleiden: Weil es ein paar Mal nicht geklappt hat, nehmen sie an, es würde niemals klappen.
Wie lässt sich als Führungskraft mit solchen Situationen umgehen? Wie gelingt es, das schlaffe Segel der Motivation wieder mit Wind zu füllen? Helfen kann eine Coachingmethode, die ich Tal-Berg-Reise nenne. Denn entscheidend ist nicht, was in der äußeren Welt geschieht, sondern die Bewertung. Ist die Tatsache, dass sich bislang noch kein Lieferant gefunden hat, ein schwerer Rückschlag, ein Sackgassen-Schild? Oder kann es sein, dass es sich um einen wertvollen Hinweis handelt, der auf mittlere Frist zu einer besseren Lösung führen wird?