Emotionale Diversität in Unternehmen

Mut zur Melancholie

Moderne Arbeitsplätze, die aussehen wie Touristenressorts oder College-Campusse. Büros, in denen Kickertische stehen und Tischtennis gespielt wird. Eine schicke Cafeteria mit Lounge-Möbeln und Sitzsäcken. Ein unternehmenseigenes Fitness-Studio und ein Feel-Good-Manager, der als Kulturgestalter gute Laune zum Erfolgsfaktor macht. Wer sich heute in Unternehmen umschaut, findet nicht selten Umgebungen, die von zur Schau gestellter Positivität nur so strotzen. Die die Sonnenseite thematisieren, das Glücklich- und Aufgeschlossensein – quirlige Fröhlichkeit versprühend.
 
 

Emotionale Diversität: Auch negative Gefühle brauchen Raum

Gegen fröhliche Mitarbeitende ist freilich nichts einzuwenden, doch macht eine inszenierte Always-happy-Kultur wirklich glücklich? Wird ein Unternehmen damit produktiver? Und menschlicher? Diese Fragen stellt Tim Leberecht in seinem Artikel, der dieses Mal der Titelbeitrag von managerSeminare ist. Und die Antwort des Businessvordenkers lautet auf alle drei Fragen: Nein. Schließlich besteht unser Arbeitsalltag auch aus Niederlagen, Frustrationen und Stress. Burnouts, Erschöpfungs- und Angstzustände nehmen sogar zu. Nur ausgesprochen werden diese negativen Gefühle nicht. Im Gegenteil: Sie werden überdeckt oder verdrängt. Ein Fehler, der uns teuer zu stehen kommt, weil er schöpferische Kraft kostet, meint Leberecht und plädiert für mehr emotionale Diversität. Gerade Verletzlichkeit und Melancholie brauche es in Unternehmen, die zukunftsfähig bleiben wollen. 
 
Um die Zukunftsfähigkeit geht es auch in dem Beitrag „Die illusionsfreie Organisation“. Für die beiden Organisationsberater Klaus Eidenschink und Ulrich Merkes ist gelingendes Zukunftsmanagement vor allem eine Frage der inneren Einstellung: Führungskräfte verfolgen mit ihren Unternehmen den Weg in die Zukunft – oder besser: in ihre Zukünfte – umso erfolgreicher, je illusionsloser sie sind. Dabei dürfen die Vorstellungen für die Zukunft durchaus hochfliegend sein, doch sollte dem Management stets klar sein, wie wenig Kontrolle es auf dem Weg in die Zukunft gibt, was einzelne Entscheidungen bedeuten, an welchen Stellen sie Staub aufwirbeln und wo sie schmerzen. Drei Illusionen im Speziellen gilt es in Bezug auf Zukunftsentscheidungen nach Meinung der Berater zu überwinden. Sie münden in drei Fähigkeiten, die eine zukunftskompetente Organisation ausmachen. Mehr dazu im Beitrag.
 
Alle Themen der Ausgabe auf einen Blick:
Viel Spaß beim Lesen und viel Erkenntnisgewinn!
 
 
 

Der Beitrag wurde geschrieben von

Nicole Bußmann
Nicole Bußmann, Chefredakteurin von managerSeminare und Training aktuell
20.10.2021
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