Fünf zukunftsrelevante Trainerrollen
Wie verändert sich Training in einer Welt des Wissensüberflusses, neuer Technologien und sich wandelnden Anforderungen? Antworten liefert, laut dem Experten für Neues Lernen, Christian Gauß-Kuntze, der Blick auf das Lernen. Er erläutert die Relevanz von explorativem und exploitativem Lernen und leitet davon ab, welche Rollen für Trainerinnen und Trainer an Bedeutung gewinnen.
EU AI Act in der Weiterbildung
KI für Konzepte, Folien und Texte – die meisten Trainerinnen und Coachs nutzen sie bereits, ohne groß darüber nachzudenken. Dass sie damit seit dem 2. August 2026 rechtlich gesehen unter ein verbindliches EU-Gesetz fallen, ist jedoch vielen nicht bewusst. Stefan Apfelbaum, systemischer Berater, Coach und Rechtsanwalt, erklärt, was es mit diesem Gesetz konkret auf sich hat und worauf Weiterbildungsprofis jetzt achten müssen.
Coaching in der Natur
Veränderungen werden im Coaching geplant, geklärt, ausgerichtet. Dabei bleibt die eigentliche Schwellenphase, das Dazwischen aus Zögern und Aufbruch, jedoch oft unbearbeitet. Marcel Leeb, systemischer Coach und Mediator, stellt eine Methode vor, die Übergänge nicht nur begreifbar, sondern erlebbar macht, indem sie die Natur als Erfahrungsraum nutzt.
Vom Trainingskonzept zum Lizenzmodell
Was tun, wenn das eigene Trainingskonzept auch anderen zur Verfügung stehen soll? Ein Lizenzmodell kann die Weitergabe rechtlich absichern. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen, ein solches zu erarbeiten, erklärt Julia Demmerich, welche rechtlichen Grundlagen Trainerinnen und Trainer kennen sollten und welche Fragen sich auf dem Weg zum Lizenzmodell stellen.
Purpose finden
Werte spielen in Coachings und Trainings eine zentrale Rolle. Dennoch bleiben sie häufig abstrakt und schwer greifbar. Gerade wenn es um Entscheidungen oder Neuorientierung geht, fehlt oft ein klares Bild ihrer Bedeutung und ihres Zusammenspiels. Im neuen Teil ihrer Artikelserie zum Thema Purpose zeigen Saskia Frommelt und Christian Zielke, wie sich persönliche Werte als Landkarte visualisieren und systematisch erschließen lassen.
Systemische Interventionen
Stehen Teams vor tiefgreifenden Veränderungen, richtet sich der Blick oft zunächst auf Probleme und Risiken. Das versetzt viele in einen Zustand kollektiver Anspannung, der Kreativität, Zuversicht und lösungsorientiertes Handeln erschwert. Die Methode „Rückenwind aus der Zukunft“ kann dabei helfen, diesen Fokus zu durchbrechen, indem sie die Aufmerksamkeit auf ein gemeinsam entwickeltes, emotional greifbares Zukunftsbild lenkt und so neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten erlebbar macht.
Praxistest „CLEVER“
In einer Zeit, geprägt von Informationsflut und ständigem Wandel, ist geistige Fitness wichtiger denn je. Wer sein Gehirn regelmäßig fordert und fördert, kann komplexe Zusammenhänge besser erfassen, Entscheidungen schneller treffen und sich leichter auf Veränderungen einstellen. Hier setzen Gehirnjogging-Apps wie „Clever“ an: Mit spielerischen Übungen wollen sie unterstützen, kognitive Fähigkeiten zu fördern. Training aktuell hat sich die App einmal genauer angeschaut.
Blick auf die Branche
Was verdienen Weiterbildungsprofis, in welchen Formaten arbeiten sie – und wie belegen sie, dass ihre Arbeit wirkt? Drei Kurzumfragen aus der Rubrik „BranchenBlick“ nahmen im zweiten Quartal 2026 diese Fragen in den Blick. Das verbindende Thema: der wachsende Erwartungsdruck von Auftraggeberseite – auf Preise, auf Kompaktheit, auf Nachweisbarkeit. Die Ergebnisse zeigen eine Branche, die sich wirtschaftlich weitgehend behauptet, aber inhaltlich und methodisch zunehmend unter Rechtfertigungsdruck gerät.
Denkimpuls
Ob im Straßenverkehr, im Meeting oder beim Blick auf die Nachrichten: Gründe, sich zu ärgern, finden sich im (Berufs-)Alltag schnell. Häufig bleibt der Blick jedoch an dem Gefühl selbst hängen, statt zu fragen, was eigentlich hinter ihm steckt. Coach Horst Lempart betrachtet Ärger im neuen Denkimpuls als Hinweis auf innere Spannungen und verletzte Werte und zeigt, warum der Umgang mit ihm entscheidend ist.
Institut im Interview
Um den Provokativen Ansatz nach Frank Farrelly im deutschsprachigen Raum lehr- und lernbar zu machen, hat Noni Höfner 1988 das Deutsche Institut für Provokative Therapie (DIP) gegründet. Seit über 25 Jahren arbeitet sie dort mit ihrer Tochter, Charlotte Cordes, zusammen. Anlässlich dieser langjährigen Zusammenarbeit verraten die beiden u. a., warum es für sie nicht die eine schlechteste Entscheidung in der Unternehmensgeschichte gibt.
Handout
Zwischen einer Idee und einem dazugehörigen Lizenzvertrag liegen zahlreiche Entscheidungen. Welche rechtlichen und konzeptionellen Fragen Weiterbildende vor der Lizenzierung eines Trainingskonzepts klären sollten, zeigt die Checkliste von Coach Julia Demmerich.