Reflexion

Institut im Interview
Institut im Interview

„Humor und Herausforderung“

Um den Provokativen Ansatz nach Frank Farrelly im deutschsprachigen Raum lehr- und lernbar zu machen, hat Noni Höfner 1988 das Deutsche Institut für Provokative Therapie (DIP) gegründet. Seit über 25 Jahren arbeitet sie dort mit ihrer Tochter, Charlotte Cordes, zusammen. Anlässlich dieser langjährigen Zusammenarbeit verraten die beiden u. a., warum es für sie nicht die eine schlechteste Entscheidung in der Unternehmensgeschichte gibt.

Die Wurzeln unseres Unternehmens …

… sind die Provokative Therapie von Frank Farrelly und das Improvisationstheater von Keith Johnstone. Beide Ansätze arbeiten mit Humor und Herausforderung und passen deswegen gut zusammen.

Unser Angebot beinhaltet …

… Aus- und Fortbildungsseminare zum Provokativen Ansatz, Einzelberatungen und Coachings, Supervisionen, Teamentwicklung in Firmen sowie Coachingmarathons auf der Bühne. Darüber hinaus bieten wir Podcasts, (Online-)Bücher und Fachartikel zum Thema an.

Die beste Entscheidung unserer Unternehmensgeschichte …

… war der Besuch eines Workshops mit Frank Farrelly in den 1980er-Jahren, der alles ins Rollen gebracht hat. Die zweite gute Entscheidung war und ist die Zusammenarbeit von Mutter und Tochter.

Deutsches Institut für Provokative Therapie (DIP)

  • Geschäftsführung: Dr. Eleonore Höfner
  • Gründungsjahr: 1988
  • Standort: München
  • Zahl der Mitarbeitenden 2025: fünf freie Mitarbeitende
  • Zahl der Seminarteilnehmenden 2025: ca. 1.000 (intern und extern)
  • Link: provokativ.com

Und die schlechteste …

… können wir gar nicht benennen. Denn unser Motto lautet „Stay happy when you fail“ – nach Keith Johnstone, dem Begründer des modernen Improtheaters. Wenn wir keine Fehler machen würden, würden wir heute noch auf Bäumen oder in Höhlen sitzen und könnten kein Feuer machen.

Unser ungewöhnlichster Auftrag …

… ist jeder Klient bzw. jede Seminarteilnehmerin. Wir haben immer die begeisterte Haltung: „Wow, was macht der oder die denn da gerade mit sich oder mit uns? Deswegen gibt es nicht den einen ungewöhnlichen Auftrag, sondern viele.

Unser Wunschauftrag …

… existiert in dem Sinne nicht. Aber Noni wünscht sich, ihr Bühnenprogramm „Die Kunst der Ehezerrüttung“ in der Lach- und Schießgesellschaft in München wieder aufzunehmen. Charlotte indes würde gerne zusammen mit Florian Schwartz, der seit über 20 Jahren Referent beim DIP ist, eine Fernsehsendung machen, in der die beiden echte Klienten provokativ und mit szenischen und musikalischen Elementen coachen.

Wir nehmen einen Auftrag nicht an, wenn …

… die Kunden ganz bestimmte Ergebnisse von uns erwarten. Wir sagen immer: „Wir kommen gerne und bringen festgefahrene Systeme in Bewegung, damit etwas Neues entstehen kann.” Denn wir vertrauen den Kunden, dass sie das Beste daraus machen.



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