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„Liebe Konflikte“ ist eine Webinar-Trilogie mit Systemtheoretiker Klaus Eidenschink. In drei 90- bis 120-minütigen Sessions wird ein neuer tragfähiger Blick auf das Phänomen Konflikte in Organisationen geworfen und gezeigt, welche Funktionen Konflikte erfüllen und wie man sie „gut“ regulieren kann. Neben Theorie-Input gibt es Raum für Reflexion und Zeit für Fragen.
Was: „Liebe Konflikte“
Wann: Am…
29. September von 16:30 bis 18:30 Uhr,
27. Oktober von 17:00 bis 18:30 Uhr und
24. November von 17:00 bis 18:30 Uhr
Wo: online über Zoom
Wer: Trainerinnen, Trainer, Berater und Beraterinnen, Konflitkmoderator:innnen, Coachs, Trainingsinstitute und L&D-Verantwortliche
Kontakt: Bei organisatorischen Fragen rund um die Eventreihe schreib uns gern eine Mail an weiterbildung@managerseminare.de oder melde dich bei Christiane Fröhlich unter der 0228/97791-33.
Die dreiteilige Webinar-Reihe skizziert die „Kunst des Konflikts“. Sie bietet theoretische Orientierung, schärft den Blick für Dynamiken und eröffnet Reflexionsräume für eigene Fixierungen und die von Teams sowie für ungünstige Routinen.
Alternativ oder zusätzlich kannst du den Mitschnitt der Live-Webinare erwerben.
Die Themen im Einzelnen
Neun „Leitunterscheidungen“ (Polaritäten) bilden den Rahmen, um Nutzen und Schaden von Konflikt und Konsens zu beschreiben, zu erklären und zu verstehen. Auf dieser Grundlage lassen sich gängige Konflikttheorien und Moderationsansätze integrieren und differenzierter anwenden. Das Konzept von Eidenschink lädt dazu ein, den Kampf gegen Konflikte aufzugeben und stattdessen die Kompetenz zu entwickeln, Konflikt und Konsens situationsgerecht zu regulieren.
Innerseelische Konflikte machen Menschen zur leichten Beute des sozialen „Konflikt-Tigers“. Ein Verständnis dieser Zusammenhänge hilft, nicht vorschnell in dysfunktionale Konfliktverläufe einzusteigen. Zugleich wird es möglich, die psychischen Ursachen sozialer Konflikte klar zu unterscheiden von dem funktionalen Beitrag, den Konflikte für die Regulation sozialer Ordnung leisten.
Konflikte lassen sich nicht lösen, sondern müssen reguliert werden. Für Konfliktbeteiligte sowie für Konfliktberater:innen ist es daher zentral, die kommunikativen Muster zu erkennen und beschreiben zu können, in denen sich ein Konflikt ausformt. Ebenso erforderlich ist eine Suchkompetenz, die es erlaubt, die Spielräume unterschiedlicher „Neins“ und unterschiedlicher „Jas“ wahrzunehmen und dem Konfliktsystem zugänglich zu machen. Die Leitfrage lautet dementsprechend: Was könnte auch anders sein?
Änderungen und Irrtum vorbehalten.
„Liebe Konflikte“ ist als Imperativ gemeint: „Liebe (deine) Konflikte!“ Dahinter steht die Frage, ob Konflikte als normaler, notwendiger Teil des Lebens verstanden werden können – statt sie zu fürchten, zu vermeiden oder eskalieren zu lassen.
Konflikte sind nicht per se destruktiv. Unterschieden werden kann zwischen „liebe Konflikte“ und „böser Konsens“. Entscheidend ist nicht, sie um jeden Preis zu vermeiden oder endgültig „lösen“ zu wollen, sondern zu fragen: Wie lassen sie sich regulieren und gestaltbar machen?
Die präsentierte Konflikttheorie versteht sich als Dialogangebot an das Konfliktsystem: „Liebe Konflikte, wie geht es euch?“ Wer Konflikte als Beziehungspartner denkt, verabschiedet sich von der Vorstellung vollständiger Kontrolle. Stattdessen rückt in den Vordergrund, Konflikte zu erforschen und zu verstehen – und die eigene Rolle in ihrem Verlauf zu reflektieren.
In Kooperation mit Klaus Eidenschink
Klaus Eidenschink berät und coacht Führungskräfte zu Konfliktklärung, Changemanagement und Entscheidungen unter hoher Komplexität; zudem führt er Coach- und Trainerausbildungen aus. 1999 gründete er das Fortbildungsinstitut Hephaistos, für das er nach der Übergabe im Januar 2026 weiterhin als Beirat und Trainer tätig ist. Eidenschink entwickelte die „Metatheorie der Veränderung“ sowie eine eigene Coachingausbildung. Hintergrund seines Beratungsstils sind u.a. Ausbildungen und Erfahrungen in humanistischen Psychotherapieverfahren, Systemtheorie sowie Organisations- und Führungspsychologie.
Zum Institut: hephaistos.org