Dossier: Künstliche Intelligenz 3

Die KI-Transformation nimmt weiter Fahrt auf. Während viele Unternehmen noch dabei sind, Leitplanken für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz zu entwickeln, arbeiten in anderen bereits KI-Agenten in Teams mit. Mancherorts trifft KI sogar schon Führungsentscheidungen. Welche Herausforderungen die unterschiedlichen Phasen dieser Entwicklung mit sich bringen, wie Unternehmen ihnen begegnen können und worauf es ankommt, damit die Transformation gelingt.


Folgende Beiträge erwarten Sie:

Daniel Caroppo in Speakers Corner

„KI macht Kommunikation höflich und haltungsfrei“

Viele Führungskräfte nutzen mit Begeisterung ChatGPT und Co., um Reden zu verfassen, um sich bei Ansprachen an ihr Team unter die Arme greifen zu lassen oder um Presse-Statements zu erstellen. Was dabei herauskommt, klingt oft tadellos, freundlich, gefällig, unangreifbar – und wird gerade deswegen zum Problem, warnt Kommunikationsexperte Daniel Caroppo.

Die neue Mensch-Maschine-Connection

Arbeitswelt 5.0

Unternehmen stehen an der Schwelle zur Arbeitswelt 5.0. Deren Kennzeichen: KI wird zu einer relevanten Größe – vor allem agentische KI, die selbstständig Ziele verfolgt, Arbeitsschritte plant und umsetzt. Ihr Einsatz könnte die Produktivität enorm erhöhen und dem Fachkräftemangel in vielen Bereichen ein Ende setzen. Doch die neuen Optionen bringen auch neue Fragen für Unternehmen mit sich: Welche Arbeiten lohnt es sich tatsächlich, den Maschinen anzuvertrauen? Was bleibt besser beim Menschen? Und welche Skills gilt es bei Mitarbeitenden zu fördern, damit das Mensch-Maschine-Zusammenspiel 5.0 zum Erfolg wird?

9 Thesen zum ethischen Potenzial von KI

Resonanzraum statt Tool

Wir sehen KI bestenfalls als Tool, das uns effizienter macht, schlimmstenfalls als Instrument in der Hand von Konzernen, die uns zum Unguten manipulieren wollen. Der Philosoph Markus Gabriel wagt in seinem neuen Buch „Ethische Intelligenz“ eine andere Sichtweise. Er geht dem Wesen von KI auf den Grund und macht deutlich, wieso er glaubt, dass uns KI – unter bestimmten Voraussetzungen – sogar dabei helfen könnte, moralisch bessere Menschen zu werden. Gabriels Gedanken zum zukünftigen ethischen Potenzial von KI, verdichtet in neun Thesen.

Schlüsselkompetenz organisationskulturelle Intelligenz

KI als Kulturverstärker

Von KI erhoffen sich Unternehmen Effizienzgewinne und mehr Innovationskraft – und erleben oft das Gegenteil: Prozesse werden langsamer, Entscheidungen nicht besser, Lernen nicht wahrscheinlicher. Der Grund: KI wirkt nicht neutral, sondern verstärkt bestehende kulturelle Muster, vor allem dysfunktionale. Um gegenzusteuern, braucht es eine bislang unterschätzte Schlüsselkompetenz der KI-Transformation: organisationskulturelle Intelligenz.

Zusammenarbeit im Team

KI als Führungsassistentin

Onboarding, gemeinsame Werte definieren, Reflexion im Arbeitsalltag verankern … So wichtig solche Maßnahmen zur Förderung der Zusammenarbeit sind, so häufig fallen sie im Teamführungsalltag unter den Tisch. Keine Zeit, keine Ressourcen, keinen Kopf dafür. Mit den neuen KI-Tools könnte sich das ändern, denn – richtig eingesetzt – erleichtern sie diese Aufgaben nicht nur, mit ihnen machen sie oft auch mehr Spaß.

KI in der Personalentwicklung

Adaption statt Adoption

Das Corporate Learning steht vor der größten Transformation seiner Geschichte. Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, nicht nur einzelne Lernprozesse, sondern unsere gesamte Herangehensweise an Mitarbeiterentwicklung zu revolutionieren. Um die neuen Möglichkeiten auch sinnvoll und mit strategischem Weitblick nutzen zu können, müssen Unternehmen die Technologie jedoch mehr als bisher nutzen. Und anders.

Algorithmic Leadership

Wenn Maschinen Menschen führen

Die ersten Unternehmen setzen auf „Algorithmic Leadership“: Sie lassen einfache operationale Führungsentscheidungen wie etwa Einsatzplanungen oder das Delegieren von Aufgaben von der Künstlichen Intelligenz (KI) treffen. Dieser Ansatz hat durchaus Vorteile und kommt bei den Beschäftigten gut an. Doch wirft er auch Fragen auf: Welche Rolle spielt die menschliche Führungskraft künftig? Welche Kompetenzen werden wichtiger – und was wird sie in ihrer Ausbildung lernen müssen?

KI-Agenten

Die digitalen Angestellten

Agenten sind die nächste Stufe der KI-Revolution. Im Gegensatz zu Tools wie ChatGPT beraten diese Programme nicht nur, sondern führen Aufgaben, ja selbst Projekte, auch eigenständig aus. Vor allem den HR-Bereich könnten Agenten stark entlasten. Doch die Folgen dieser potenziell disruptiven Technologie sind noch nicht absehbar.

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