Dossier: Zielgruppengerecht trainieren und coachen

Ob in Trainings oder im Coaching: Wer weiterbildet, muss die Zielgruppe im Blick haben. Denn Menschen lernen unterschiedlich – je nach Alter, kulturellem Hintergrund, beruflicher Rolle oder individuellen Dispositionen. Das Dossier versammelt Beiträge, die zeigen, wie sich Weiterbildungsformate passgenau gestalten lassen.


Folgende Beiträge erwarten Sie:

Persona-Analyse

Fit oder Misfit, das ist hier die Frage

Wenn sich Menschen in ihrem Job stark verstellen müssen, kann das zu Stress und Spannungen führen. Dann liegt ein Misfit zwischen der eigentlichen Persönlichkeit und der Job-Persönlichkeit vor, der Job-Persona. Coachs können solche Misfits durch eine Persona-Analyse identifizieren und dabei helfen, Spannungen zu lösen.

Zielgruppen im Coaching

Multipotentials coachen

Manche Menschen wollen sich nicht auf einen Karriereweg oder Arbeitsbereich festlegen, weil sie so vielfältige Fähigkeiten und Interessen haben. Diesen sogenannten Multipotentials fällt es oft schwer, ihren Platz in der Berufswelt zu finden. Wie Coachs diese Vielbegabten dabei unterstützen können, ihre Talente aufblühen zu lassen, erklärt Martina Nohl.

Habitussensibles Coaching

Gewohnheiten entschlüsseln

Jeder Mensch ist geprägt von unterschiedlichen Meinungen, Traditionen, Kulturen und Perspektiven, die zu unbewussten Verhaltensmustern führen. Werden diese in der Arbeit zwischen Coach und Coachee nicht berücksichtigt, kann es zu Irritationen, Aversionen und Missverständnissen kommen, die den Entwicklungsprozess erschweren. Um dem entgegenzuwirken, hat Marion Schenk die Methode des Habitogramms entwickelt.

Agile Coachs begleiten

Weniger Druck, mehr Einfluss

Agile Coachs sind darin geübt, andere zu befähigen und Veränderungen voranzutreiben. Doch auch sie fühlen sich manchmal in ihrer eigenen Rolle gefangen, überfordert von den vielen Anforderungen und dem Erwartungsdruck. Katharina Klinge und Nico Fritz haben deshalb einen Coaching-Ansatz für die Begleitung von Agile Coachs entwickelt, der dabei unterstützt, mit diesen Herausforderungen umzugehen und Lösungsstrategien zu erarbeiten.

Interaktive Großgruppenveranstaltungen

Von wegen Auslaufmodell

Großgruppenveranstaltungen bringen Menschen zusammen, um komplexe Themen interaktiv zu bearbeiten. Nach einem Hype um die Jahrtausendwende etablierten sie sich als Standard, etwa in Veränderungsprozessen – bis die Corona-Pandemie den Fokus auf das Digitale lenkte. Wie steht es heute um Großgruppenveranstaltungen? Macht ihr Einsatz (weiterhin) Sinn? Beraterin Carmen Windisch und ihr Kollege Dorian Hartlaub liefern Antworten aus der Praxis.

Multikulturelle Trainings und Coachings leiten

Lost in Culture?

Ob aus Europa, Asien oder den USA: In einem Seminar oder Workshop treffen häufig Teilnehmende aus vielen unterschiedlichen Kulturen aufeinander – ein Setting, in dem es nicht selten zu Missverständnissen kommt. Dabei sind es häufig gar nicht die sprachlichen Barrieren, an denen Kommunikation scheitert, sondern vermeintliche „Kleinigkeiten“ wie Umfang von Kontext oder Gesprächspausen. Wie sich kulturell geprägte Kommunikationsgewohnheiten und -bedürfnisse erkennen lassen und worauf bei der Durchführung multikultureller Trainings und Coachings zu achten ist.

Digitale Barrierefreiheit

Lernen ohne Hindernisse

Videos anschauen, Artikel lesen, Podcasts hören – die Fähigkeit, Inhalte zu sehen und zu hören, wird in der digitalen Welt oft vorausgesetzt, auch im Bereich der Weiterbildung. Doch für Menschen mit Behinderung ist dies häufig nicht uneingeschränkt möglich. Ende Juni 2025 tritt daher in Deutschland ein Gesetz in Kraft, das die digitale Barrierefreiheit sicherstellen soll. Zum Teil betrifft dieses auch Weiterbildungsanbieter. Aus diesem Anlass gibt Nina Jameson Weiterbildnern Tipps für erste Schritte in Richtung Barrierefreiheit.

Altersheterogene Gruppen trainieren

Das Mehrgenerationenlernen

In Trainings werden altersheterogene Teilnehmendengruppen immer häufiger: Berufseinsteiger der Generation Z sitzen neben erfahrenen Mitarbeitenden der Generation X oder sogar den Babyboomern. Die daraus resultierende Vielfalt an unterschiedlichen Lebenserfahrungen, Wertvorstellungen und Lernbedürfnissen stellt Trainerinnen, Trainer und Lernbegleitende vor Herausforderungen. Wie sie diesen begegnen können und die Vielfalt als Chance für das gemeinsame Lernen nutzen, berichten Inga Geisler und Julia Hartinger aus ihrer Trainingspraxis.

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