Management

Teamcoaching

So wird ein Team draus

“Unter vier Augen” lautet der Titel eines Standardbuches zum Thema Coaching. Und zeigt damit an, dass Coaching im geschützten Raum der Zweierbeziehung zwischen Coach und Coachee stattfindet. Es gibt aber auch Coachings, wo es nicht so intim zugeht: so genannte Teamcoachings. Was aber ist das genau? Ein marketingträchtiger neuer Name für Teamentwicklung? Ein Coaching mit Publikum? managerSeminare mit Antworten.
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Streit im Team ist nichts Außergewöhnliches. Doch im Vertriebsteam des mittelständischen Elektrokonzerns, das Markus Mühlen leitet, nehmen die Konflikte überhand. Mit Unbehagen beobachtet der Vertriebsleiter seit einiger Zeit, wie sich die Mitarbeiter durch kleine Grabenkämpfe in ihrer Arbeit blockieren. Die Folge: Die Vertriebsergebnisse werden zunehmend schlechter, die Stimmung im Team rutscht gen Keller, die Konflikte nehmen noch weiter zu - ein Teufelskreis!

Mühlen ist mit der Situation überfordert. Seine Versuche, die Mitarbeiter in Einzelgesprächen und in Teamsitzungen zur Vernunft zu bringen, gehen ins Leere und enden nicht selten in gegenseitigen Beschuldigungen. Er beschließt, einen Teamcoach zu engagieren. Bereits nach wenigen Sitzungen stellt der externe Teamberater fest, dass die Ursachen für die vielen Streitereien weniger im zwischenmenschlichen Bereich liegen. Die einzelnen Rollen im Team sind nicht klar definiert, und überdies fehlt es an einem gemeinsamen Teamverständnis. In weiteren Sitzungen wird das Problem angegangen: Ziele des Teams werden festgelegt, zudem verständigt man sich auf Werte, die die Zusammenarbeit in Zukunft bestimmen sollen.

Mühlens Team ist ein typischer Fall für den Einsatz eines Teamcoaches. “Oftmals wird auf Teamcoaching zurückgegriffen, um das Selbstverständnis des Teams zu klären”, weiß Walter Spreckelmeyer, Geschäftsführer der CA Coaching Akademie, Hannover. Die Einigung bzw. Anerkennung von gemeinsamen Werten sei letztlich Voraussetzung für ein leistungsfähiges Team. Schließlich arbeiten alle Mitglieder im Team an einem gemeinsamen Arbeitsprozess. “Ohne Teamidentität und gewisse Spielregeln läuft man schnell Gefahr, dass einzelne Teammitglieder Haltungen annehmen à la ‘Team = toll, ein anderer macht's’, weiß Spreckelmeyer aus seiner Erfahrung als Teamcoach. Um eine solche Haltung zu verhindern und optimale Leistungsbedingungen zu schaffen, müssten die Teammitgliedern eine klare Orientierung haben. Und genau das kann u.a. ein Teamcoaching leisten.

Extras:
  • Info-Kasten: Anlässe für Teamcoaching - Wann ist Expertenwissen gefragt?
  • Info-Kasten: Was einen guten Teamcoach ausmacht - Die wichtigsten Qualifikationen auf einen Blick.
Autor(en): Petra Walther
Quelle: managerSeminare 67, Juni 2003, Seite 74-79
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