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KI, KI, KI. Künstliche Intelligenz durchdringt derzeit alle Lebens- und Arbeitsbereiche – auch das Lernen in Organisationen. Kontinuierliches Lernen gilt als der Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Mitarbeiterbindung, und KI-gestützte Lernlösungen bieten ein beinahe unendliches Potenzial, Lernen zu verbessern. Die Frage lautet daher längst nicht mehr, ob KI Einzug ins Corporate Learning hält, sondern wie. Logisch also, dass unser diesmaliges Heft mit dem Schwerpunkt „Corporate Learning“ nicht um Künstliche Intelligenz herumkommt.
Doch wirksame Personalentwicklung im KI-Zeitalter bedeutet mehr, als nur neue Tools einzusetzen. Im Kern geht es um die Frage, wie Lernen gestaltet wird: technologiegestützt, kollaborativ, selbstorganisiert – und immer mit Blick auf die Lernenden. Vier Beiträge haben wir zu dem Thema zusammengestellt und auf dem Cover mit den drei Worten „Lernen, leiten, loslassen“ umrissen. Mithilfe der KI, in diesem Fall mithilfe des provisorischen Chats von ChatGPT5, habe ich die Botschaften der Texte zusammengefasst:
Das „Doppelding“ in Köln: Am 4./5. Dezember 2025 gibt es gleich zweifach Gelegenheit, sich zu qualifizieren – bei „tools+tipps“ zum Thema Reflexionsmethoden, bei „CUBE“ in Sachen Visualisierung. Tickets gibt es hier: managerseminare.de/veranstaltungen
Lernen: Ob im Lernzirkel, durch kuratierte Inhalte oder mit Unterstützung eines KI-Tutors – wirksames Lernen setzt dort an, wo Menschen Orientierung und Austausch finden. Formate wie Learning Circles zeigen, wie stark selbstorganisiertes Peer Learning wirken kann – vorausgesetzt, es ist gut gestaltet und eingebettet (siehe dazu diesen Beitrag). Ebenso wichtig ist Content Curation: Nicht immer mehr Material, sondern bessere Filter und eine klare didaktische Linie helfen, Überforderung zu vermeiden und Lernzeit sinnvoll zu nutzen (vgl. u.a. diesen Text).
Leiten: Personalentwicklung muss den Rahmen setzen. Autor Jan Foelsing schlägt dazu den Begriff „Nordstern“ für das Lernen vor. Die Antwort auf die Frage „Wie soll Lernen in drei Jahren bei uns aussehen?“ soll Orientierung schaffen, eine Zielrichtung geben, und auch die Frage beantworten helfen, welche Rolle KI spielen soll (mehr dazu lesen Sie hier). Doch ob mit oder ohne KI: Entscheidend ist, Lernkultur, Strukturen und Ziele in Einklang zu bringen. Beim „Leiten“ geht es also nicht darum, Lernprozesse bis ins Detail zu steuern, sondern Lernräume zu eröffnen, Verantwortung zu teilen und Ergebnisse sichtbar zu machen.
Loslassen: Die Corporate Learning Community (CLC) erinnert seit 15 Jahren daran, dass sich Menschen Wissen aneignen, wenn sie Freiräume, Vertrauen und Austauschmöglichkeiten haben. Für Personalentwicklung heißt das: weniger Kontrolle, mehr Zutrauen. Loslassen ist dabei kein Rückzug, sondern eine bewusste Entscheidung, Lernende stärker in Verantwortung zu nehmen und Rahmenbedingungen lernfreundlich zu gestalten. Dazu haben wir den Gründer der CLC, Karlheinz Pape, befragt. Seine Antworten gibt es in diesem Beitrag.
Viel Spaß beim Lesen und viel Erkenntnisgewinn!
Beitrag von Nicole Bußmann aus managerSeminare 331, Oktober 2025