Wissenstransfer im Team

Wissenstransfer im Team

Findet ein Generationenwechsel im Team statt oder wird ein Team ganz neu zusammengestellt, dann ist es sinnvoll, den aktuellen Wissenstand jedes Mitglieds zu teilen und weiterzugeben. Hier stellen wir einen Workshop zum Wissenstransfer innerhalb eines Teams vor.

Workshop zum Wissenstransfer

1. Kurze Heldenanalyse

Zuerst entwickelt jeder Teilnehmende eine persönliche Wissenslandkarte, auf der die persönlichen Kernaufgaben und -kompetenzen gesammelt werden.

Mögliche Leitfragen sind:

  • Welche Kernaufgaben erfüllst du in deinem Arbeitsbereich?
  • Welche Kompetenzen und Erfahrungen helfen dir dabei, deinen Job gut zu machen?
  • Welche Erfolge und Misserfolge fallen dir ein? Wie genau gelingen dir Erfolge und wie vermeidest du Misserfolge?
  • Wenn eine gute Freundin oder Freund deinen Job machen sollte, was würdest du raten? Was wären die drei wichtigsten Tipps? Was darf man auf gar keinen Fall machen?
  • Was wissen deine Teammitglieder nicht über deine Arbeit?
  • In welchen sonstigen (vielleicht überraschenden) Gebieten verfügst du noch über Wissen oder Erfahrungen?
  • Deine Zukunfts-Prognose: Worauf muss man sich einstellen, wenn man deinen Job macht?
Flipchart mit dem Ablauf der Transferschritte Eine beispielhafte Wissenslandkarte

Diese Wissenslandkarten werden anschließend gegenseitig kurz und knackig präsentiert (maximal 5 Minuten pro Person). 

Nach einem vorher vereinbarten Kriterium, z.B. wichtig, zukunftsrelevant, interessant, usw. wählt jede Person die für sie wichtigen Informationen aus den Wissenslandkarten aus und kennzeichnet sie mit einem Klebepunkt. Hier können sowohl die Ober- als auch Unterpunkte ausgewählt werden. Hierbei gilt: Ein Punkt pro Information, Oberebenen bis zu drei Punkten.

2. Punktuelle Heldenverehrung

Danach erhalten die Teilnehmenden pro vorhandener Wissenslandkarte 3 Klebepunkte (bei 8 Wissenslandkarten bekommt jeder Teilnehmende 24 Punkte), betrachten die jeweiligen Ergebnisse und bringen sie in eine Rangfolge: Leiten Sie den Workshop ein, indem Sie das Ziel und das Vorgehen vorstellen. Hilfreich ist eine übersichtliche Visualisierung, an der Sie die weiteren Schritte erläutern und durchführen.

3. Superheld auf heißem Stuhl

Die Person, auf deren Wissenslandkarte die meisten Punkte kleben, kommt auf den „heißen“ Stuhl und wird von Ihnen als Moderator:in interviewt: „Erzähl mal genauer …“, „Wie kam es zu diesen Erfahrungen?“, „Was genau muss man können, um …?“

Auch alle anderen dürfen Fragen stellen.

4. Heldenpitch nach dem BarCamp-Prinzip

Jedes Teammitglied wählt einen Aspekt aus der eigenen Wissenslandkarte für eine Session und notiert auf einer Moderationskarte den eigenen Namen und den Titel der Session. Dann bereiten alle ihre Schwerpunkte als fünfminütige Kurzpräsentation vor. Währenddessen pinnen Sie die Moderationskarten an einer Pinnwand oder einem Flipchart an. Sie fassen mehrere Sessions zu einem Slot zusammen. Jeder Slot dauert 5 Minuten, dann sollte eine kurze Pause stattfinden.

5. Aktionsplan

Nicht beendete Wissensvermittlungen werden nun auf einem Flipchart gesammelt. Dann wird direkt geklärt, wer mit wem bis wann welche Themen weitergibt.

 

Diese Workshop-Beschreibung finden Sie mit den genauen Zeitabläufen und den Beispiel-Flipcharts in „Ein Herz fürs Team“ von Amelie Funcke und Gabriele Braemer. In dieser Methodensammlung finden Sie schnell und leicht umsetzbare Anleitungen für Teamworkshops und -entwicklungen, die keine aufwändige Vorbereitung erfordern.

Buchabbildung von

 

TK-Tipp vom 22.01.2024

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