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Übersicht AnsprechpartnerStrategien lassen sich erklären – oder sie lassen sich zeigen. Wer als Führungskraft will, dass eine Botschaft nicht nur gehört, sondern auch behalten wird, kommt an visueller Kommunikation nicht vorbei. Christine „nini“ Münzenmaier übersetzt in „Strategisch visualisieren für Führungskräfte“ das, was Trainerinnen und Graphic Recorder längst wissen, in einen Prozess, den auch fachfremde Führungskräfte anwenden können: Schritt für Schritt vom Gedanken zum wirksamen Bild.
Der im Buch entwickelte 5-Schritte-Prozess beginnt nicht beim Zeichnen, sondern beim Denken: Zunächst wird geklärt, wen das Bild erreichen und was es bewirken soll, bevor eine einzige Kernbotschaft formuliert wird. Erst danach entstehen Bildüberschrift und Metapher, unterstützt durch sprachliche Prinzipien wie Parallelismus und Kontrast sowie durch Kreativitätstechniken wie Assoziationsketten und die Reduktionsmethode. Ein bewusst eingebauter Öko-Check prüft vor der Fertigstellung, ob das Bild trägt, was es tragen soll. Gerade dieser letzte Abschnitt macht aus dem Buch ein echtes Umsetzungs-Tool: Anhand dreier Prüfebenen (Wirkung, Stimmigkeit, Tragweite) wird sichergestellt, dass die Bildidee funktioniert.
Zahlreiche Beispiele aus Change-Prozessen, Teamentwicklung und Strategiekommunikation zeigen, wie aus abstrakten Zielen konkrete, teilbare Bilder werden, etwa ein Leuchtturm, der über Monate hinweg als gemeinsamer Bezugspunkt einer ganzen Organisation dient, vom Logo auf jeder Präsentation bis zum lebensgroßen Aufsteller im Meetingraum. Fundiert wird das Vorgehen durch Erkenntnisse aus Kognitionspsychologie und Kommunikationsforschung, unter anderem von Daniel Kahneman und David Sibbet, ohne dass das Buch dabei seinen Praxisbezug verliert.
„Strategisch visualisieren für Führungskräfte“ richtet sich an Führungskräfte, die ihre Kommunikation in Meetings und Präsentationen schärfen wollen, ebenso an Facilitatorinnen, Berater, Moderatorinnen und Teamleiter, die Bildsprache als festen Bestandteil ihrer Arbeit etablieren möchten. Der 5-Schritte-Prozess macht Visualisierung dabei zu einem lernbaren Handwerk, unabhängig vom zeichnerischen Talent.
Download-Ressourcen mit Arbeitsblättern ergänzen die Buchinhalte zu einem perfekten Handbuch der Reihe "Leadership kompakt".
Teil I – Führung & Visualisierung
Teil II – Der 5-Schritte-Prozess
Teil III – Visuelles Denken im Führungsalltag
Fazit: Dieses Buch ist weit mehr als ein Buch über Visualisierung, denn es steht auch für Klarheit als Führungskraft. Wer komplexe Themen nicht nur erklären, sondern sichtbar machen möchte, erhält hier einen nachvollziehbaren Denk- und Arbeitsprozess an die Hand.
Besonders wertvoll ist dabei die Konsequenz, mit der der gesamte Entwicklungsprozess gedacht wird. Es geht nicht darum, möglichst schnell ein schönes Bild zu produzieren. Erst wird der Rahmen geklärt: Für wen ist das Bild gedacht? Was soll es bewirken? Und welche eine Botschaft soll hängen bleiben? Dann wird nach einer tragfähigen Metapher gesucht, das Bild entwickelt und seine Geschichte überprüft. Die Autorin denkt ebenso an den Transfer in den Führungsalltag. Ein strategisches Bild kann im Projektgespräch wieder auftauchen, im Chat aufgegriffen werden oder beiläufig als gemeinsame Orientierung dienen: "Sind wir schon über die Brücke oder stehen wir noch davor?" Genau dann wird aus einem Bild mehr als eine einmalige Visualisierung, denn es wird Teil einer gemeinsamen Sprache. Und auch hier bleibt das Buch angenehm realistisch, denn kein Bild ist für die Ewigkeit gemacht. Wenn sich Organisationen, Prioritäten und Rahmenbedingungen verändern, kann auch eine Metapher ihre Tragfähigkeit verlieren. Was bleibt, ist die Fähigkeit, neue Bilder zu entwickeln.
Daniela Sauermann auf Thalia und ihrem Blog (www.fcf-institut.de)
Fazit: Fundiertes, klar strukturiertes Praxisbuch für alle, die visuelle Kommunikation nicht dem Zufall überlassen wollen. (...) ein durchdachtes Handwerkszeug für Führungskräfte.
Es handelt sich dabei nicht um einen Zeichenkurs, sondern um einen Weg von der Botschaft zum wirksamen Bild. Herzstück des Buches ist ein klarer 5-Schritte-Prozess: Zunächst wird der Rahmen definiert, dann werden eine Bildüberschrift und eine Metapher entwickelt. Anschließend werden Bild und Story skizziert, der selbst entwickelte "Öko-Check" (Prüfung nach Wirkung, Stimmigkeit und Tragweite) durchgeführt und das Bild fertiggestellt. Gerade dieser "Öko-Check" hebt das Buch von vielen Visualisierungsratgebern ab, die nach der Kreativitätsphase aufhören. Zahlreiche Praxisbeispiele aus Change-Prozessen und Teamentwicklung sowie die klaren, eigens von der Autorin gezeichneten Illustrationen machen die Prinzipien sofort greifbar. Download-Arbeitshilfen runden das Ganze ab. Man muss nicht zeichnen können, denn das ist nicht der Anspruch. Wer allerdings reine Zeichentechnik sucht, wird hier nicht fündig, denn das Buch bleibt bewusst auf der konzeptionell-strategischen Ebene.
Ulrike Wyrwich (https://zeit-fuer-ziele.de) auf Thalia
Als Leserin oder Leser des Buchs können Sie dazugehörige Download-Ressourcen mithilfe des entsprechenden Links aus dem Buch abrufen. Eine Anleitung zum Herunterladen der Download-Ressourcen finden Sie hier.
