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Beitrag von Jasmin Bui aus Training aktuell 10/26, Oktober 2026
Wenn Teams in festgefahrenen Mustern verharren oder neue Perspektiven entwickeln möchten, hilft manchmal ein anderer Zugang, um Denk- oder Verhaltensmuster aufzubrechen und Lernerfahrungen nachhaltig zu verankern: eine ungewohnte Erfahrung, ein Impuls oder eine Intervention, die neue Möglichkeiten sichtbar macht. Hier setzen Impact-Techniken an. Sie ergänzen Dialoge um eine zusätzliche Erfahrungsebene: Mithilfe von Metaphern wie Bildern, Geschichten, Analogien, Alltagsgegenständen oder kleinen Inszenierungen machen sie Themen unmittelbar erlebbar. Aus hypnosystemischer Perspektive nutzen Impact-Techniken die enge Wechselwirkung zwischen Aufmerksamkeit, körperlichem und emotionalem Erleben sowie unbewussten Prozessen. Indem sie die Aufmerksamkeit gezielt fokussieren und mehrere Sinneskanäle einbeziehen, können sie gewohnte Sichtweisen unterbrechen, neue Perspektiven eröffnen und den Zugang zu vorhandenen Ressourcen erleichtern. Ihre Wirkung kann dabei auch über die konkrete Coachingsituation hinausreichen. Denn was nicht nur gedanklich erfasst, sondern auch sinnlich und emotional erfahren wird, prägt sich häufig besonders ein. Solche Erfahrungen können zu Erlebnisankern werden, auf die Teams noch lange nach einem Coaching oder Workshop zurückgreifen und die ihnen bei späteren Herausforderungen Orientierung geben.
Impact-Techniken ergänzen Dialoge um eine zusätzliche Erfahrungsebene: Mithilfe von Metaphern wie Bildern, Geschichten, Analogien, Alltagsgegenständen oder kleinen Inszenierungen machen sie Themen unmittelbar erlebbar.
Doch wie entstehen Interventionen mit einer solchen Wirkung? Hier kommt der Impact-Finder ins Spiel. Er ist selbst keine Impact-Technik, sondern eine Kreativmethode, um solche Techniken zu entwickeln: Ausgangspunkt ist eine Metapher, die „einfach so“ im Coaching auftaucht und sich Schritt für Schritt zu einem Erlebnisanker weiterentwickelt.
Metaphern spielen in der systemischen Arbeit eine wichtige Rolle – und entstehen auch in Teamcoachings häufig ganz von selbst. Wenn Teilnehmende über ihre aktuelle Situation, die Zusammenarbeit oder bestehende Herausforderungen sprechen, greifen sie nicht selten auf bildhafte Beschreibungen zurück. Ein Teammitglied könnte die Situation in einem Projekt etwa mit den Worten zusammenfassen: „Wir schleppen gerade viel zu viel mit uns herum“. Solche Äußerungen lassen sich für den Impact-Finder gezielt aufgreifen. Während klassische Metaphernarbeit über Bilder, Geschichten und Analogien neue Bedeutungen eröffnet, übersetzen Impact-Techniken diese in konkrete Erfahrungen. Beide erweitern den Möglichkeitsraum, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte: Metaphern verändern die innere Landkarte, Impact-Techniken machen sie körperlich und emotional erfahrbar. Die Moderation übersetzt die Metapher dabei nicht direkt in konkrete Maßnahmen, sondern lädt das Team dazu ein, zunächst bei der Metapher zu bleiben und sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln genauer zu erkunden. Teammitglieder können sich z.B. mit folgenden Fragen beschäftigen und ihre Gedanken notieren: