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Übersicht AnsprechpartnerWenn am Arbeitsplatz Künstliche Intelligenz eingesetzt wird, übernimmt diese (bisher) oft einfache, repetitive Tätigkeiten. In der Folge können sich Mitarbeitende Anspruchsvollerem widmen. Während dies oft als Vorteil von KI beschrieben wird, sieht es der Deutsche Bankangestellten-Verband (DBV) anders. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hat die Gewerkschaft kürzlich „KI-Entlastungstage“ für Mitarbeitende gefordert. Nicht nur, weil Produktivitätszugewinne durch KI den Mitarbeitenden in irgendeiner Form zugutekommen müssten. Der DBV findet auch, Unternehmen müssten ihren Mitarbeitenden einen Ausgleich dafür bieten, dass sie sich nun überwiegend mit hochanspruchsvollen Arbeiten zu befassen haben, statt zwischendurch auch weniger fordernden Routinetätigkeiten nachgehen zu können.
Das ifaa – Institut für angewandte Arbeitswissenschaft sah sich daraufhin zu einem Statement aus der Forschung veranlasst. Aus dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz ließe sich kein pauschaler zusätzlicher Erholungsbedarf ableiten, erklärte ifaa-Direktor Sascha Stowasser via Pressemitteilung. Verblieben durch Automatisierung v.a. anspruchsvollere Aufgaben beim Menschen, könnte dies sogar positive Wirkungen haben, etwa im Hinblick auf größere Handlungs- und Entscheidungsspielräume. Jedenfalls folge daraus nicht automatisch eine Fehlbelastung. Entscheidend ist laut Stowasser vielmehr, wie Arbeitsaufgaben, Arbeitsorganisation, Qualifikation und die Aufgabenteilung zwischen Mensch und KI gestaltet werden.
Beitrag von Sylvia Jumpertz aus managerSeminare 343, Oktober 2026