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Beitrag von Andrea Bittelmeyer aus managerSeminare 336, März 2026
Entscheidungen eindeutig und sauber ans Team zu übergeben sowie den notwendigen Entscheidungsprozess im Team mit System durchzuführen – dabei hilft ein zuvor erarbeiteter Leitfaden, der die notwendigen Schritte und die zu beachtenden Aspekte auflistet. Hierin aufzunehmen sind v.a. folgende Punkte: Kärung, …
was genau entschieden werden soll,
welches Mandat das Team hat, z.B.: Soll das Team nur Informationen für die Führungskraft zusammentragen und ihr eine Empfehlung geben – oder soll es auch selber entscheiden?,
wer entscheiden soll, z.B.: nur eine bestimmte Person im Team nach kollaborativer Beratung – oder alle gemeinsam?,
nach welcher Methode/Entscheidungssystematik entschieden werden soll.
Bekannte Entscheidungsformate wie das Dot-Voting, Mehrheits- oder Konsensentscheidungen stoßen im Unternehmenskontext schnell an ihre Grenzen. Daher gilt es, weitere Formate wie den Konsent oder das systemische Konsensieren zu entdecken und einzuüben. Mit ihnen lassen sich auch komplexere Themen gemeinsam bearbeiten.
Kollaborative Entscheidungsformate erfordern von Führungskräften und Teams neue Fähigkeiten – Führungskräfte müssen lernen, sich zurückzunehmen, Teammitglieder müssen aktiv werden – und können sich zunächst ungewohnt und mitunter auch unproduktiv anfühlen. Anfangs ist daher die Unterstützung durch Expertinnen oder Experten wie externe oder interne Agile Coachs nötig. Auch bei Entscheidungen von großer Tragweite empfiehlt sich eine professionelle Moderation, um z.B. Wahrnehmungs- und Urteilsverzerrungen im Team zu vermeiden.