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Beitrag von Niclas Steiner aus managerSeminare 337, April 2026
Hintergrund: Warum in Teams Gruppendynamiken fast nie zur Sprache kommen
Kurzbeschreibung: Wie das SME-Modell Dynamiken sicht- und besprechbar macht
Voraussetzungen und Vorbereitung: In die Arbeit mit dem SME-Modell starten
Durchführung: Schritt für Schritt Dynamiken und Muster gemeinsam (besser) verstehen
Weitere Anwendungsmöglichkeiten: Warum sich das Modell für viele Kontexte eignet
Wirkung und Grenzen: Was das SME-Modell leisten kann und was nicht
Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 337
Teams stehen häufig unter hohem Druck. Sie sollen flexibel reagieren, Verantwortung übernehmen, Veränderungen mittragen und gleichzeitig verlässlich Ergebnisse liefern. Nicht immer halten sie diesem Druck stand. In der Praxis zeigt sich jedoch meist kein offenes Scheitern, sondern ein schleichender Verlust an innerer Beteiligung. Aufgaben werden erledigt, Projekte abgeschlossen, doch Dialog wird vorsichtiger, Initiative nimmt ab und Verantwortung wird enger ausgelegt. Psychologisch betrachtet entsteht diese Dynamik oft dort, wo der Druck von außen dazu führt, dass die Wahrnehmungen innerhalb des Teams auseinanderdriften.
Zum einen driften die Eigen- und Fremdwahrnehmungen auseinander: Während sich etwa das eine Teammitglied als engagiert und belastet betrachtet, ist es in der Wahrnehmung der anderen mit angezogener Handbremse unterwegs. Zum anderen, und das ist zumeist noch viel wichtiger, differieren die Wahrnehmungen hinsichtlich der Dynamiken im Team: Was passiert gerade mit uns, bei uns, in unserer Zusammenarbeit? Welche Dynamiken wirken? Das ist schwer in Worte zu fassen, weshalb normalerweise auch nicht darüber gesprochen wird. Deshalb wabern die verschiedenen Wahrnehmungen nebeneinander, führen dazu, dass die einzelnen Mitglieder unterschiedliche Erwartungen entwickeln und unterschiedliche Präferenzen setzen. Missverständnisse und Missstimmung sind programmiert.