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Übersicht AnsprechpartnerUnser Gehirn gleicht neue Informationen automatisch mit bestehenden Erinnerungen ab, verknüpft sie miteinander und baut so Wissen auf. Eine Studie des Arbeitsbereichs Kognitionspsychologie der Universität Hamburg zeigt nun, dass dieser Verknüpfungsprozess durch akuten Stress erschwert wird. Dazu zeigten die Forschenden den 121 Teilnehmenden der Studie zwei Bilderpaare über zwei Tage, deren Inhalte sich überschnitten, und baten sie, die Verbindung zwischen den Bilderpaaren herzustellen.
Zu Beginn des zweiten Tages wurde die Hälfte der Teilnehmenden durch die Simulation eines Vorstellungsgesprächs bewusst unter Stress gesetzt. Dabei zeigte sich, dass sich diese Gruppe die Bilderpaare zwar genauso gut merken konnte wie die Kontrollgruppe, jedoch bei der Herstellung der Verbindung zwischen den Bilderpaaren schlechter abschnitt. Die Ergebnisse legen nahe, dass insbesondere in stressreichen Arbeitsphasen Lernbedingungen gefragt sind, die nicht nur die Aufnahme neuer Informationen ermöglichen, sondern auch deren Verknüpfung mit vorhandenem Wissen fördern.
Die Studie kann in voller Länge unter msmagazin.info/344Stress abgerufen werden (in englischer Sprache).
Beitrag von Sophie Dériaz aus managerSeminare 344, November 2026