Dossier: Resonanz

Wirtschaftlich schlechte Rahmenbedingungen auf der einen Seite, massiver Veränderungsdruck durch disruptive (technologische) Veränderungen auf der anderen – in diesem Spannungsfeld bröckelt etwas, was für erfolgreiche (Zusammen-)Arbeit unabdingbar ist: Resonanz. So bezeichnet der Soziologe Hartmut Rosa „lebendige“ innere Verbindungen, nicht nur zwischen Menschen, sondern auch zwischen Menschen und „ihren“ Organisationen und der Gesellschaft als Ganzes. Denkansätze, Konzepte und Methoden, um dem Resonanzverlust entgegenzuwirken und starke Verbindungen zu fördern.


Folgende Beiträge erwarten Sie:

Neue Rollen für Arbeitgeber

Beyond Beschäftigung

Technologische, gesellschaftliche und ökologische Herausforderungen erfordern von Unternehmen mehr als nur ein Reagieren. Wollen sie zukunftsfähig bleiben, sollten Organisationen die Strömungen der Zeit selbst aktiv gestalten. Und das gelingt nur gemeinsam mit den Mitarbeitenden. Organisationen müssen sich daher als Arbeitgeber neu definieren, betont Jörg Staff, Future Advisor des Zukunftsinstituts: Künftig sind sie in vier neuen Rollen gefragt.*

Teams ins Zusammenspiel bringen

Die resonante Organisation

„Ihr versteht doch gar nicht, was wir hier machen“: Wenn Teams sich gegenseitig fremd werden, leidet die Zusammenarbeit. Torsten Breden sieht die Ursachen nicht nur in Strukturen, die Trennung fördern, sondern auch in fehlender innerer Verbindung – einem Zustand, den der Soziologe Hartmut Rosa als „Entfremdung“ bezeichnet, dem Gegenteil von „Resonanz“. Mit Rosas Resonanzkonzept will der Organisationsberater Teams wieder in eine lebendige Beziehung zueinander zu bringen.

Selbstregulation in der Kommunikation

Besser in Resonanz

Krisenmeldungen, sinkende Quartalszahlen, Reizüberflutung, steigender Erwartungsdruck … Der Stress steigt immer weiter und zerrt an unseren Nerven. Fachlicher ausgedrückt: Unser Nervensystem befindet sich immer häufiger in einem Zustand der Übererregung. Das schlägt nicht nur auf die Gesundheit, sondern ist auch Gift für die Zusammenarbeit. Denn zu viel Stress im System killt die Kommunikationsfähigkeit und verhindert, dass wir miteinander in Resonanz kommen. Die gute Nachricht: Das eigene Nervensystem zu regulieren, lässt sich gut trainieren – und zwar lebenslang.

Hartmut Rosa im Interview

Führungsaufgabe Resonanz

Arbeit verbindet uns nicht nur mit anderen Menschen, sondern auch mit der Gesellschaft als Ganzes: Wir tragen etwas bei, hinterlassen eine Spur und bekommen etwas zurück. Arbeit ist eine wichtige Quelle für Resonanz. So drückt es Hartmut Rosa aus. Doch diese Quelle versiegt nach Beobachtung des Soziologen zunehmend, was gravierende Folgen hat. Was sind die Gründe für den Resonanzverlust? Und wie lässt sich gegensteuern? Darüber haben der Berater Frieder Pfleghar und seine Kollegin Barbara Hott auf der Jahrestagung der Systemischen Gesellschaft mit Rosa diskutiert.

Musterbruch

Trotzig unverfügbar

Resonanzerfahrungen sind Voraussetzung für das Erleben von Selbstwirksamkeit. Sie erfordern aber Räume, in denen niemand etwas beherrschen, effizient nutzen und unter Kontrolle bringen will. Gefragt wäre eine ungewisse Unverfügbarkeit. Mit dieser tun sich Organisationen naturgemäß schwer. Stefan Kaduk und Dirk Osmetz suchen trotz ungünstiger Vorzeichen nach Auswegen.

Organisationswandel durch Resonanz

Swinging Change

Die Frage, wie es gelingt, dass Mitarbeitende beim Change mitziehen, wird diskutiert, seit Unternehmen systematisch Change betreiben. Ein aktueller Ansatz aus der Soziologie eröffnet in der alten Diskussion nun eine neue Perspektive: das Resonanz-Konzept von Hartmut Rosa. Es richtet den Blick auf die Bedingungen, unter denen Menschen gemeinsam in Bewegung und Veränderung kommen. Swinging Change sozusagen.

Musterbruch

Die unmögliche Wahrhaftigkeit

Seit Jahren wird leidenschaftlich für mehr Authentizität geworben. Kaum ein Begriff wird häufiger mit moderner Führung assoziiert. Doch lohnt das Bemühen um Authentizität überhaupt? Stefan Kaduk und Dirk Osmetz haben Zweifel. Ihr Argument: Niemand kann feststellen, wer oder was authentisch ist. Ein möglicher Ausweg: weg von der Hoffnung auf individuelle Echtheit, hin zur Schaffung von Resonanzmomenten.

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