Die Rubrik: Speakers Corner

Namentlich angelehnt ist die Rubrik an die Speakers´Corner am nordöstlichen Ende des Hyde Parks in London. Während auf dem weltweit bekannten Versammlungsplatz Menschen zu jedem beliebigen Thema außer der britischen Königsfamilie ihre Meinung kundtun dürfen, vertritt in der managerSeminare-„Corner“ allmonatlich ein Protagonist eine These aus dem Themenkreis Arbeitswelt, Führung, Weiterbildung und Beratung. Dabei werden gängige Vorstellungen gegen den Strich gebürstet oder provokant in Frage gestellt.

204 Beiträge gefunden
Artikel Johannes Thönneßen in Speakers Corner © Johannes Thönneßen
Johannes Thönneßen in Speakers Corner

„Führung ist überflüssig“

​Die Publikationen und Debatten über Merkmale guter Führung oder die Charakteristika erfolgreicher Leader reißen nicht ab. Eigentlich müsste uns das misstrauisch machen, findet der Berater Johannes Thönneßen. Sein Verdacht: Der ständige Drang, zu definieren, was der „richtige“ Führungsstil ist und was gute Leader ausmacht, ist ein Indiz dafür, dass das Konstrukt Führung eigentlich auf tönernen Füßen steht und seine Daseinsberechtigung mühsam unter Beweis stellen muss.​ zum Artikel
Artikel Marcus Minzlaff in Speakers Corner © Marc Thürbach
Marcus Minzlaff in Speakers Corner

„Haltung entscheidet nicht“

​Haltung ist etwas Unverzichtbares, Grundsätzliches. Um in bestimmten Kontexten zurechtzukommen, brauchen wir eine entsprechende Haltung, keine Frage. Aber reicht diese Haltung dann auch aus? Leider nein, sagt Management Consultant Marcus Minzlaff. Haltung allein hilft wenig, wenn nicht noch etwas Entscheidendes hinzukommt.​ zum Artikel
Artikel Ingo Hamm in Speakers Corner © Susann Schröter
Ingo Hamm in Speakers Corner

„Der Focus Friday verbessert nichts“

​Endlich mal in Ruhe arbeiten, ohne ständig in Meetings sitzen zu müssen. Endlich mal wegschaffen, was die Woche über so alles liegen geblieben ist. Mit diesen Verheißungen lockt ein neuer Trend in der Arbeitswelt: der Focus Friday. Aber ist solch ein Tag wirklich ein Segen oder doch nur ein Symptom tieferliegender Probleme? Wirtschaftspsychologe Ingo Hamm fürchtet Letzteres.​ zum Artikel
Artikel Martin Vogel in Speakers Corner © Thomas Hoebel
Unternehmen wollen Flexibilität und Agilität, doch die Einführung derselben hat in der Vorstellung des Managements streng nach Plan zu erfolgen. Dabei zeigt sich bei genauerem Hinsehen: Change kommt im organisationalen Alltag ganz anders zustande, nämlich tatsächlich weitaus agiler als es sich das Management träumen lässt, so die Beobachtung des Soziologen und Arbeitswissenschaftlers Martin Vogel. zum Artikel
Artikel Markus Väth in Speakers Corner © Markus Väth
Jede Epoche hat ihren eigenen Kapitalismus. Aktuell boomt die Idee, dass Unternehmen einem Stakeholder-Value-Ansatz folgen und die Interessen verschiedener gesellschaftlicher Kollektive in ihrer Geschäftspolitik berücksichtigen sollten. Der Ansatz ist gut, aber nicht zu Ende gedacht – und das ist ein Problem, findet Markus Väth, Co-Founder des Think Tanks humanfy. zum Artikel
Artikel Jens Kapitzky in Speakers Corner © Jens Kapitzky
Jens Kapitzky in Speakers Corner

„Managementmoden wirken – anders als gedacht“

Managementmoden leisten meist nicht, was sie versprechen. Das aber sollte uns nicht dazu verführen, die Modeschöpferinnen und -schöpfer für ihre vollmundigen Versprechungen in Grund und Boden zu verdammen, findet der Organisationsberater Jens Kapitzky. Denn die Wirkung ihrer Konzepte liegt auf anderen, unerwarteten Ebenen. zum Artikel
Artikel Harald Welzer in Speakers Corner © Martin Kraft, MK34844 Harald Welzer, CC BY-SA 3.0
Harald Welzer in Speakers Corner

„Wir müssen lernen, aufzuhören!“

Die Digitalisierung wird ein Wunder der Energieeinsparung vollbringen. Wasserstoff wird die Rettung sein. Das E-Auto wird den Klimawandel abwenden ... Wir sind derzeit eifrig damit beschäftigt, uns mit Blick auf unsere immensen ökologischen Probleme einzureden, dass wir die Dinge mit Technologie schon in den Griff bekommen werden. Aber das ist magisches Denken, sagt Harald Welzer. Was wir stattdessen aus Sicht des Sozialpsychologen dringend brauchen, ist ein Bewusstsein für Endlichkeit. zum Artikel
Artikel Gudrun Töpfer in Speakers Corner © Gudrun Töpfer
Gudrun Töpfer in Speakers Corner

„Hört auf, an den One Best Way zu glauben!“

Dass ständig neue Ansätze und Konzepte durchs Management-Dorf getrieben werden, liegt nicht nur an unserer Sensationsgier, glaubt Gudrun Töpfer. Sondern auch an einer fatalen Illusion: Wir sind überzeugt, dass wir – wenn wir nur hartnäckig genug nach ihr suchen – die eine ideale Formel für alle Fälle irgendwann schon finden werden. Doch das ist nicht nur naiv, sondern gefährlich. Denn es hält uns davon ab, die wirklichen Herausforderungen zu meistern. ​ zum Artikel
Artikel Thilo Baum in Speakers Corner © Thilo Baum
Thilo Baum in Speakers Corner

„Unternehmen sollten gemäßigt gendern“

​Das Thema ist ein gesellschaftlicher Zankapfel: Soll man gendern oder nicht? Für Unternehmen besteht das Problem darin, dass sie damit, wie sie sich entscheiden – ob für das Gendern oder dagegen – immer auch eine politische Aussage transportieren, selbst wenn dies überhaupt nicht in ihrer Absicht liegt. Der Kommunikationsberater Thilo Baum warnt daher vor einem allzu leichtfertigen Umgang mit dem Thema – und empfiehlt einen gemäßigten Mittelweg im Umgang damit. ​ zum Artikel
Artikel Julia Culen in Speakers Corner © Elisabeth Gatterburg
Julia Culen in Speakers Corner

„Der Purpose steckt in einer Sinnkrise“

​Pupose ist in Mode, kaum ein Unternehmen, das sich nicht mit dem Begriff schmückt. Die Managementvordenkerin und Beraterin Julia Culen findet, das führt in eine falsche Richtung. Purpose wird so zum puren Marketing- und Optimierungsinstrument degradiert. Viel wichtiger ist es laut Culen, zuerst einmal die eigenen Produkte und Produktonsweisen im Hinblick auf deren sozialen und ökologischen Nutzen zu hinterfragen.​ zum Artikel
Artikel Gebhard Borck in Speakers Corner © Gebhard Borck
Weniger Arbeiten – und alles wird gut? So wird es uns oft verkauft, und bewirkt doch nur eines: Ablenkung vom eigentlichen Problem. Denn weniger ist nicht gleich besser, sagt der Berater Gebhard Borck – und spricht sich dafür aus, die Arbeitsqualität zu erhöhen, statt die Arbeitszeit zu reduzieren. ​ zum Artikel
Artikel Andreas Buhr in Speakers Corner © Buhr & Team
Andreas Buhr in Speakers Corner

„Tue Gutes und rede nicht darüber“

Einfach mal zu machen, eine Handlungsheldin, ein Handlungsheld zu sein, ist immer besser, als zu den Ankündigungsweltmeistern zu gehören, die ständig in der Schuld stehen. zum Artikel
Artikel Michael Andrick in Speakers Corner © Karolina Kovac
Michael Andrick in Speakers Corner

„Es hat nicht jeder seine eigene Wahrheit“

​Relativismus ist die Auffassung, dass jede Ansicht nur eine Ansicht sei. Kein Mensch könne Wahrheit für sich beanspruchen, denn jeder stehe auf einem einmaligen Standpunkt in der Welt. Die Losung der Relativisten lautet: „Alle haben ihre eigene Realität!“ Oder auch: „Du hast recht, und ich habe recht, jeder auf seine Weise!“ Das klingt human und aufgeklärt, hat aus Sicht des Philosophen Michael Andrick aber schlechte Konsequenzen. ​ zum Artikel
Artikel Sonja Radatz in Speakers Corner © Sonja Radatz
Sonja Radatz in Speakers Corner

„Agilität ist nicht spielentscheidend“

Das „agile Unternehmen“ liegt als Konzept für Führung und Zusammenarbeit im Trend – und wird als Antwort schlechthin auf die Herausforderungen des globalen digitalen Zeitalters gehandelt. Organisationsberaterin Sonja Radatz allerdings hat Zweifel, ob Agilität wirklich das ist, was erfolgreiche Marktgestalter in erster Linie brauchen. zum Artikel
Artikel Silke Hermann in Speakers Corner © Silke Hermann
​Business Model Canvas, Design Thinking, OKRs – Solche Tools und Methoden gelten als adäquate Mittel, um Organisationen neu und modern auszurichten. Aus Sicht der Unternehmerin Silke Hermann ist das jedoch Augenwischerei. Denn die vermeintlich „neuen“ Ansätze sind bloß Wiedergänger alter Ansätze in chicem neuen Gewand – und damit auch nicht wirksamer als ihre Vorgänger, wenn es um organisationale Veränderung geht.​ zum Artikel
Artikel Klaus Eidenschink in Speakers Corner © Ulrike Wolski
Klaus Eidenschink in Speakers Corner

„Organisationen sind nicht optimierbar“

​Organisationen bestehen aus vielen autonomen Funktionen wie Einkauf, Produktion, Vertrieb, die alle ​voneinander abhängig sind: Der Fortschritt beim einen ist ein Rückschritt beim anderen. Daher sind Organisationen nur veränderbar, nicht optimierbar, ist der Organisationsberater Klaus Eidenschink überzeugt. Statt zu versuchen, Organisationen nach generalisierten Prinzipien zu verbessern, empfiehlt er ein neues Beratungsverständnis, das die Widersprüche, Ungereimtheiten und ständigen Oszillationsbewegungen in Organisationen erklärt und nutzt. zum Artikel
Artikel Andreas Syska in Speakers Corner © Lean Knowledge Base UG
​Die Digitalisierung wird das Bestehende umwälzen. Ihre Fans jedoch argumentieren nur im Kontext des Bestehenden, so auch das HR-Management. Das ist gefährlich, warnt Betriebswirtschaftsprofessor Andreas Syska. Denn uns drohen Szenarien, in denen der Mensch für die KI, nicht die KI für den Menschen da ist – und der Taylorismus mit seinem Nicht-denken-Dürfen wieder Einzug in die Unternehmen hält.​ zum Artikel
Artikel Stefan Wachtel in Speakers Corner © Ivica Cacic
Stefan Wachtel in Speakers Corner

„Es gibt keine Naturtalente“

Menschen, die Hervorragendes leisten, werden oft als Naturtalente angesehen. Was für ein Blödsinn, hält Stefan Wachtel, ​Coach und Trainer für Executive-Rhetorik, dem entgegen. Naturtalente existieren nicht. Exzellente Leistungen sind vielmehr das Resultat disziplinierter Anstrengung. zum Artikel
Artikel Katja Karg in Speakers Corner © Profil M
Katja Karg in Speakers Corner

„Alpha-Tiere sind ganz anders als ihr Ruf“

Biologische Vergleiche sind beliebt – weil sie einfach erscheinen und unterhaltsam sind. „Der ist ein Alphatier“, heißt es zum Beispiel, wenn eine Führungskraft ein eher dominantes, unsoziales Verhalten an den Tag legt. Doch dieser Vergleich ist grundfalsch, sagt die Verhaltensbiologin und Führungskräftetrainerin Katja Karg. Von echten Alphatieren könnten Führungskräfte sogar jede Menge lernen. zum Artikel
Artikel thesis © Sandra Diller
Dass Führung ethisch und werteorientiert sein sollte, ist eine Selbstverständlichkeit. Auch würde wohl kaum eine Führungskraft von sich behaupten, dass sie im Leadership- Kontext nicht moralisch einwandfrei handelt. Doch beim Streben nach Exzellenz und Leistung kann es schnell passieren, dass diese Ethikorientierung in den Hintergrund tritt und sich unethisches Verhalten in der Führung einschleicht. zum Artikel


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