Miteinander durch Krisenzeiten

Zusammen stark

Viele Menschen sind geimpft, wir kehren teilweise aus den Homeoffices zurück, erste analoge Branchenvents finden statt … – all das gibt Auftrieb. Doch die Pandemie hat Spuren hinterlassen, an denen wir nicht vorbeikommen. Zum einen gilt es, nach Monaten der Belastung, in der wir im Funktionsmodus viel gestemmt, aber auch viel Energie gelassen haben, jetzt zu neuen Kräften zu finden. Zum anderen ist das BGM gefordert, den Digitalisierungsboost der Corona-Krise in hybride Health-Maßnahmen zu übersetzen, kurz: Die Zeichen der Zeit stehen auf „Neuaufstellung des BGM“. Beiden Aspekten widmet sich das neue Extra-Heft Corporate Health mit seinen sechs Artikeln.

Social Support statt Social Distance

Alle Beiträge machen deutlich: Psychischen Halt in uns selbst sowie physische Gesundheit finden wir nur im Zusammenwirken mit anderen – es braucht eine Gruppe, die uns trägt und motiviert. In den Worten von Joachim Galuska: „Wir brauchen Social Support statt Social Distance.“ Im Interview „Halt durch Zusammenhalt“ warnt der Gründer der Heiligenfeld-Kliniken vor der Gefahr, auch jetzt noch in einen Corona-Burnout zu geraten, denn, so der Arzt: Erschöpfung tritt zeitverzögert ein. Im Gespräch schildert er, wie Führungskräfte ihre Mitarbeitenden und Teams jetzt stärken und stützen. Auf welche Weise Resilienz – also persönliche Widerstandkraft – darüber entscheidet, wie wir eine Krise überstehen, ohne einen Burnout zu erleiden, vertieft die systemische Therapeutin Merle Meier. Ihr Artikel „Heilsame Haltungen“ fokussiert drei besonders bedeutsame Resilienzfaktoren, nämlich: Optimismus, Akzeptanz und Lösungsfokussierung. Das Gute: Alle drei Haltungen lassen sich trainieren.

Wie Führungskräfte und Teams angemessen mit Mitarbeitenden umgehen, die eine nahestehende Person verloren haben, zeigt der Artikel „Richtig Rücksicht nehmen“ der Trauerbegleiterin Petra Sutor. Ihr Artikel erklärt z.B., welche Beileidsfloskeln vermieden werden sollten, und macht deutlich: Der Umgang mit Trauer im Unternehmen will gelernt sein – doch schon kleine Dinge können viel Gutes bewirken. Auch Schlaf ist ein Gesundheitsfaktor und trägt zu einem gesunden Klima am Arbeitsplatz bei. Das steht im Artikel „Aufgeweckt führen(d)“ von Martin Schlott. Der Schlafcoach sowie Chefarzt für Anästhesie führt Studien auf, die die negativen Auswirkungen von Unausgeschlafenheit auf die Teamleistung untersucht haben, und schildert drei Methoden und drei Übungen, um in einen guten Nachtschlaf zu finden.

Zwei Artikel widmen sich schließlich der Neuausrichtung des BGM: Im Beitrag „Design Thinking@Health“ erläutern die Bosch-Mitarbeitenden Andreas Pesch und Marco Schädle, wie am Bosch-Standort Abstatt via Design Thinking ein neues Gesundheitszentrum entstand. Und was zu tun ist, um Mitarbeitende, egal von wo aus sie arbeiten, per BGM zu erreichen, thematisiert der Artikel „Hybrid to Health“. Das BGM-Beratungsduo Volker Nürnberg und Stephanie Widmaier zeigen anhand von Praxisbeispielen, wie hybrides BGM im Einzelnen aussehen und in die Wege geleitet werden kann. Tenor: Auch hybride Health-Maßnahmen brauchen das soziale Miteinander – gerne per Wettbewerb und Gamification. 

Erschienen ist das Extraheft als Heft im Heft managerSeminare. Hauptheft samt Extraheft können in Form eines einmonatigen Probeabos bestellt werden.

Viel Spaß und stärkende Gedanken beim Lesen!

 

 


Der Beitrag wurde geschrieben von

Svenja Gloger
Svenja Gloger, Redakteurin
20.09.2021
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