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Beitrag von Ronald Franke aus Training aktuell 10/26, Oktober 2026
Professionelles Coaching verfügt heute über ein breites und ausgereiftes Methodenrepertoire. Die Arbeit mit Glaubenssätzen, inneren Anteilen, Antreibern, Wertequadraten usw. gehört in vielen Ausbildungen und Praxen zum festen Handwerkszeug. Diese Vielfalt ist ein Qualitätsmerkmal der Profession. Gleichzeitig entsteht daraus eine zentrale Herausforderung: Je größer der Methodenkoffer ist, desto wichtiger wird die Frage, nach welcher Logik eine Methode ausgewählt wird.
Je größer der Methodenkoffer ist, desto wichtiger wird die Frage, nach welcher Logik eine Methode ausgewählt wird.
In der Praxis erfolgt diese Auswahl häufig nach einer Mischung aus Erfahrung, Intuition, Ausbildungshintergrund und situativem Eindruck. Das ist keineswegs falsch. Coaching lebt von Resonanz, Beziehung und Prozesssensibilität. Dennoch bleibt eine Leerstelle: Die Persönlichkeit der gecoachten Person wird zwar oft wahrgenommen, aber nicht immer systematisch in die Entscheidung einbezogen, welche Intervention in einem konkreten Fall wahrscheinlich wirksam ist.
Genau an dieser Stelle öffnet sich ein relevantes Entwicklungsfeld für die Coachingpraxis. Die Leitfrage lautet nicht nur: Welche Methode passt zum Thema? Sondern zusätzlich: Welche Methode passt zur Persönlichkeit der Person, die sich mit diesem Thema beschäftigt?