Für alle Fragen rund um unsere Webseite, unsere Medien und Abonnements finden Sie hier den passenden Ansprechpartner:
Übersicht Ansprechpartner
Die erste Expertenthese war noch nicht ausgesprochen, da ließ eine Wortwolke bereits erahnen, wie zwiegespalten die Weiterbildungsbranche auf das Jahr 2026 blickt: „KI“ stand neben „Innovation“ und „Neupositionierung“, aber auch neben „Budgetkürzungen“ und „herausfordernd“. Mit diesem Stimmungsbild via Mentimeter eröffnete Moderator Jonas Leimann Mitte Januar den digitalen Expertentalk „Training Quo Vadis?“ des Berufsverbands für Training, Beratung und Coaching (BDVT). Im Zentrum des Talks standen Grundsatzfragen zur Zukunft des Trainings – von der Rolle der Trainerinnen und Trainer über Erwartungen der Auftraggebenden bis hin zur Frage, welche Bedeutung Künstliche Intelligenz für die Praxis künftig haben wird. So wandte sich etwa Christian Gauß-Kuntze, Leiter der BDVT-Fachgruppe „Neues Lernen“, gegen das Bild vom Trainer als allwissendem Instrukteur und plädierte dafür, Weiterbildende eher als Sortierer, Gestalterinnen und Kulturarbeiter zu sehen. Und Trainerin Sandra Mareike Lang hielt fest, dass KI für die meisten Weiterbildenden längst kein optionales Add-on mehr sei – verbunden mit der Warnung, KI dennoch nicht reflexhaft überall „reinzupacken“, sondern ihr eine sinnvolle Rolle im Lernprozess zuzugestehen. Was die Expertinnen und Experten sonst noch an Perspektiven und Prognosen parat hatten, hat die Redaktion im Beitrag für Sie zusammengetragen.
KI ist für die meisten Weiterbildenden längst kein optionales Add-on mehr.
Für einige Trainerinnen und Trainer wird es künftig aber nicht nur darum gehen, wie sie selbst KI-Tools sinnvoll einsetzen und in ihre Lernprozesse einbinden, sondern auch darum, Wissen zu KI-Tools zu vermitteln. Damit KI-Weiterbildungen nicht in Bildschirmmüdigkeit und schnell verfliegendem Technikwissen enden, setzt Trainer und Autor Dennis Fischer auf ein Weiterbildungsformat zu KI-Themen, das in einem naturnahen Setting stattfindet. Eisbaden am See oder abendliche Runden am Lagerfeuer sind dabei Teil einer Lernumgebung, die bewusst Abstand zum Bildschirm schafft und Erlebnisse in der Gruppe und in der Natur als Erinnerungsanker nutzt. Didaktisch wird das durch eine klare Seminarlogik gerahmt. Prompten wird zur gemeinsamen Aufgabe, damit Teilnehmende voneinander lernen und nicht allein vor der KI „festhängen“. Naturphasen dazwischen geben Raum, Neues zu sortieren und zu integrieren. Ergänzend koppeln einzelne Interventionen Umgebung und Technik ganz praktisch, etwa wenn Gespräche beim Gehen aufgezeichnet und anschließend per KI transkribiert und ausgewertet werden. Weitere Anregungen zu KI-Weiterbildungen, die nicht nur vor dem Bildschirm stattfinden, lesen Sie im Artikel.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre und spannende Impulse für die Praxis!