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Viele Weiterbildungsprofis kennen das Prinzip der Suchmaschinenoptimierung (SEO): Wer online gefunden werden will, muss seine Website entsprechend gestalten. Doch mit der Verbreitung von KI-Systemen wie ChatGPT, Copilot oder Gemini verschieben sich die Anforderungen an die Optimierung der eigenen Inhalte gerade deutlich. Immer häufiger suchen Interessierte nicht mehr über Stichworte, sondern formulieren gleich eine konkrete Situation, holen sich eine Einordnung, lassen Kriterien sortieren, vergleichen Optionen. Oft passiert das, bevor überhaupt eine Anbieter-Website geöffnet wird. Für Anbieter von Trainings, Coachings und Beratungen bedeutet das: Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur über klassische Suchmaschinenrankings, sondern auch darüber, ob die eigenen Inhalte in KI-Antworten auftauchen. Damit rückt Answer Engine Optimization in den Fokus, kurz AEO. Sie verlangt von Anbietenden vor allem mehr Präzision: Angebote müssen klarer beschrieben, Zielgruppen genauer benannt und Inhalte so strukturiert sein, dass KI-Systeme sie als Grundlage für Antworten nutzen können. KI-Sichtbarkeitsexperte Alexander Rus zeigt in seinem Beitrag, welche Veränderungen sich daraus für das Marketing von Weiterbildungsprofis ergeben und wie sich Websites entsprechend schärfen lassen.
Sichtbarkeit entsteht nicht mehr nur über klassische Suchmaschinenrankings, sondern auch darüber, ob die eigenen Inhalte in KI-Antworten auftauchen.
Am Beispiel von AEO zeigt sich, dass das KI-Zeitalter viele Aspekte der Weiterbildungsbranche verändert. Das betrifft nicht nur die Vermarktung von Lernangeboten, sondern auch deren Gestaltung, denn der technologische Fortschritt führt immer wieder zu der Frage, ob bestimmte Formate noch zeitgemäß sind. Ein Beispiel dafür sind Online-Kurse: Nachdem sie während der Corona-Pandemie einen starken Boom erlebt haben, kämpfen viele Anbieterinnen und Anbieter heute mit sinkenden Verkaufszahlen und hohen Abbruchquoten. Wissen ist inzwischen jederzeit verfügbar, und KI-Tools liefern individuelle Antworten in Sekundenschnelle. Bedeutet das also das Ende des Online-Kurses? Keineswegs, meint Beraterin Steffi Keuls. Entscheidend sei nicht das Format selbst, sondern seine didaktische Qualität. Wirkungsvolle Online-Kurse müssten Lernprozesse bewusst strukturieren, Orientierung geben und Teilnehmende auf ihrem Weg zur Umsetzung begleiten. Anhand von acht Merkmalen zeigt Keuls in ihrem Beitrag, wie Online-Kurse als nachhaltig wirksame „Lernreise“ gestaltet werden können.
Viel Spaß und Erkenntnisgewinn zu Neuem und Bewährtem beim Lesen dieser Ausgabe!