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Beitrag von Steffi Keuls aus Training aktuell 04/26, April 2026
Aus meinen Beratungen von Anbieterinnen und Anbietern von Online-Kursen ergibt sich seit einiger Zeit ein klares Muster: Viele berichten, dass sich ihre Programme schwerer verkaufen lassen und Teilnehmende seltener bis zum Ende dabeibleiben. Zugleich schildern sie Rückmeldungen aus ihren Kursen, wonach Inhalte häufig nur begrenzt umgesetzt werden und Veränderungen im Alltag oft ausbleiben. Vor diesem Hintergrund stellt sich immer häufiger die Frage, ob Online-Kurse im KI-Zeitalter überhaupt noch zeitgemäß sind.
Wir erinnern uns: Während der Corona-Pandemie erlebten Online-Kurse einen massiven Aufschwung. Innerhalb kürzester Zeit wurden sie für viele Trainerinnen und Coachs zur notwendigen Lösung, um ihr Business aufrechtzuerhalten; Teilnehmenden boten sie die Möglichkeit, freie Zeit für Weiterbildung zu nutzen. Der Markt wuchs schnell und unter hohem Druck.
In dieser Phase ging es vor allem darum, zügig zu liefern und sichtbar zu bleiben. Viele Kurse entstanden pragmatisch und improvisiert: Wer über Fachwissen verfügte, brauchte lediglich eine Kamera, um dieses weiterzugeben. So entstanden zahlreiche Online-Kurse in Form von Videobibliotheken, strukturiert in Module und Kapitel, jedoch selten entlang eines bewusst gestalteten Lernprozesses.