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Beitrag von Alexander Rus aus Training aktuell 04/26, April 2026
Wer heute online nach Orientierung sucht, klickt sich immer seltener durch eine Liste von Suchergebnissen. Stattdessen stellen viele Suchende KI-Systemen wie ChatGPT, Google Gemini oder Microsoft Copilot eine konkrete Frage und bekommen eine direkte, komprimierte Antwort.
Im Weiterbildungsmarkt zeigt sich diese Verschiebung in Anfragen, die nicht mehr nur Stichworte wie „Coaching Führungskraft“ oder „Training Kundengespräche“ enthalten, sondern eine Situation skizzieren, etwa: „Wir suchen ein Coaching für eine Führungskraft, die neu in der Rolle ist. Welche Kriterien helfen bei der Auswahl?“ Oder: „Gesucht ist ein Training für schwierige Kundengespräche im Service. Welche Formate eignen sich, und woran lässt sich Qualität erkennen?“
Für Anbieter von Training und Coaching zieht das eine Veränderung im Marketing nach sich. Sichtbarkeit entsteht nicht mehr ausschließlich über gute Rankings in traditionellen Suchmaschinen wie Google oder Bing, sondern zunehmend darüber, ob die eigenen Inhalte in KI-generierten Antworten genutzt werden. Das ist auch deshalb relevant, weil in dialogischer Recherche mit KI häufig schon vor dem ersten Website-Besuch eine Art Vorauswahl entsteht. Eine anfänglich offene Frage wird im Gespräch mit dem Assistenten Schritt für Schritt präziser. Wer in dieser Phase nicht vorkommt, wird später oft gar nicht mehr gefunden, weil die Orientierung bereits anderswo liegt.