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Als Dr. Eleonore – oder, wie sie es lieber hat: Noni – Höfner 1985 in einem Workshop von Frank Farrelly sitzt, erlebt die erfahrene Therapeutin eine radikale Irritation: Statt auf behutsame Gesprächsführung setzt der US-Psychotherapeut auf humorvolle Zuspitzung und Karikatur – und dennoch fühlen sich die Klientinnen und Klienten sichtbar verstanden. Aus dieser Erfahrung entsteht nach und nach ein neuer beruflicher Fokus. Höfner gründet das Deutsche Institut für Provokative Therapie und macht Farrellys Ansatz hierzulande bekannt. Mit dem „Liebevollen Karikieren des Weltbilds des Klienten“ (LKW) entwickelt sie eine Formel, die Wertschätzung und Provokation verbindet und den Ansatz weiter greifbar macht. Über die Jahre überträgt sie den Provokativen Ansatz außerdem zunehmend in Beratungs-, Coaching- und Trainingskontexte und zeigt, wie humorvolle Konfrontation Menschen dabei unterstützt, festgefahrene Muster zu erkennen und neue Handlungsoptionen zu entwickeln. Für diesen Weg wird sie auf den #PTT2026 – die unter dem Motto „Stark im Wandel(n)“ stehen – mit dem Life Achievement Award (LAA) geehrt. Mehr zu Höfners Person und dem Provokativen Ansatz lesen Sie im Beitrag.
Um Wandel geht es auch in einem anderen Artikel dieser Ausgabe: um den digitalen. Er verändert, wie Organisationen arbeiten, wie Teams kommunizieren und letztlich, wie Lernen gestaltet wird. Digitale Tools, verteilte Zusammenarbeit und der schnelle Zugriff auf Wissen lassen klassische Unterrichtsbilder – eine Person vermittelt, alle anderen lernen gleichzeitig dasselbe – heute an Grenzen stoßen. Wenn Informationen jederzeit verfügbar sind und Lernende in sehr unterschiedlichen Kontexten unterwegs sind, rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Lern- und Weiterbildungsangebote so konzipiert werden können, dass sie Menschen in die Lage versetzen, Veränderungen aktiv mitzugestalten, statt lediglich auf Vorgaben zu reagieren.
Der digitale Wandel verändert, wie Organisationen arbeiten, wie Teams kommunizieren und letztlich, wie Lernen gestaltet wird.
Die Bildungswissenschaftlerin Nele Hirsch nimmt diesen Veränderungsprozess in den Blick und zeigt, welche Rolle dabei offene, kollaborative Lernformen spielen. Sie stellt Methoden vor, mit denen Weiterbildungsprofis die eigene Praxis weiterdenken können – etwa kollegiale Formate, in denen gemeinsam auf bisherige Erfahrungen geschaut, zukünftige Lernbedarfe im digitalen Kontext erkundet und konkrete nächste Schritte abgeleitet werden. Mehr darüber, warum Lerngestaltung als Möglichkeit verstanden werden sollte, den digitalen Wandel bewusst mitzugestalten, erfahren Sie, liebe Leserinnen und Leser, in ihrem Beitrag.
Viel Freude und Erkenntnisgewinn bei der Lektüre der neuen Ausgabe!