Editorial

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Fremdsprachen for Future

92.186 Euro: Das ist der durchschnittliche Umsatz für 2022, den die 1.098 für die managerSeminare-Honorarstudie befragten Freiberuflerinnen und Freiberufler mit Training, Beratung, Coaching und Speaking gemacht haben. Ganz anders sieht dieser durchschnittliche Jahresumsatz jedoch aus, wenn man nach Geschlecht, Berufserfahrung oder Fremdsprachenkompetenz differenziert. So liegen zwischen den 77.847 Euro, die die durchschnittliche Weiterbildnerin 2022 erzielen konnte, und den 118.486 Euro, die ihr männlicher Kollege verdiente, weitaus mehr als die 18 Prozent Gefälle, die etwa das Statistische Bundesamt in regelmäßigen Erhebungen zum Gender Pay Gap ermittelt. Den größten Verdienstunterschied macht laut Studie die Berufserfahrung aus: Wer bereits über 20 Jahre tätig ist, erzielt mit 120.897 Euro etwa viermal so viel wie ein Branchenneuling.

Doch auch die durch Fremdsprachenkenntnisse zustande kommende Differenz ist beachtlich: Wer mindestens eine Fremdsprache so gut beherrscht, um darin Trainings und Co. abhalten zu können, liegt mit 124.395 Euro Jahresumsatz rund 50 Prozent über dem Umsatz, den nur deutschsprachig arbeitende Weiterbildungsprofis erzielen. Doch obwohl Frauen gemeinhin als fremdsprachenkompetenter gelten, profitieren bisher nur 33 Prozent davon, fremdsprachig zu arbeiten – bei den Männern sind es immerhin 37 Prozent. Zieht man Coaching als Beispiel heran, so bedeutet die durchaus rentable Ausführung in einer anderen Sprache als Deutsch einen durchschnittlichen Aufschlag von 48 Euro pro Coachingstunde bei den männlichen und etwas zurückhaltenderen 26 Euro bei den weiblichen Coachs. Weitere Ergebnisse und Erkenntnisse zur Honorarsituation in der Weiterbildung liefert der letzte von drei Artikeln zur WeiterbildungsSzene Deutschland 2023.

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In einer diversen Zukunft coachen

Dass Coachs zukünftig kaum noch drum herumkommen, ihr Angebot auch in anderen Sprachen anzubieten, zeigt auch der Artikel von Stefan Stenzel. Der Coachingexperte stellt darin Faktoren heraus, die die Gesellschaft und damit auch die Zielgruppen von Coachings zunehmend diversifizieren: Neben dem demografischen Wandel, der dazu führt, dass es immer mehr ältere Personen gibt, macht die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte, bedingt durch den Fachkräftemangel, Krisen und Kriege, die Bevölkerung immer multikultureller. Doch auch das Internet, das die globale Vernetzung unaufhaltsam voranschreiten lässt und internationale Zusammenarbeit erleichtert, führt zu diverseren Teams, in denen meist Englisch als Meetingsprache gilt. Wer solche Teams coachen will, muss zwangsläufig die nötigen Fremdsprachenkompetenzen mitbringen. Wodurch sich Coachs darüber hinaus einen Wettbewerbsvorteil in der „diversen“ Zukunft verschaffen können, lesen Sie in diesem Artikel.

Ich wünsche Ihnen eine frühlingshafte Lektüre!

Autor(en): Nathalie Langen
Quelle: Training aktuell 05/23, Mai 2023
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