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Anfänger neigen zu Überheblichkeit

Selbstüberschätzung


Anfänger, die sich bereits ein bisschen auskennen und erste Erfahrungen gesammelt haben, neigen dazu, ihre Fähigkeiten zu überschätzen. Das ist das Kernergebnis von insgesamt sechs Studien, die die amerkanischen Wissenschaftler Carmen Sanchez und David Dunning durchgeführt haben. Sie vermuteten, dass Personen, die noch keinerlei Erfahrung haben, eher ratlos vor einer Aufgabe stehen und diese vorsichtig angehen. Sobald sie jedoch erste Erfahrungen sammeln konnten, überschätzen sie sich selbst – sie geraten in eine von den Psychologen sogenannte 'Anfängerblase'. Um diese Vermutung zu überprüfen, mussten die Studienteilnehmer unter anderem bei Zombies fiktive Krankheiten diagnostizieren – eine Aufgabe, bei der keiner der Teilnehmenden Vorkenntnisse haben konnte. Bei dem Versuch verhielten sich die Probanden wie erwartet: Zunächst waren sie eher ratlos und unsicher, nach einigen Diagnosen jedoch wuchs das Vertrauen in ihre Fähigkeiten und sie überschätzten sich selbst. Die beiden Wissenschaftler warnen deshalb: Ein bisschen Lernen kann gefährlich sein.

Autor(en): Marie Pein


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