managerSeminare 04 vom 01.07.1991

Diese Ausgabe enthält folgende Beiträge:

  • Telefonmarketing: Lächeln Sie - man kann es hören!
  • Science & Faction: Düfte optimieren das Betriebsklima
  • Persönlichkeitstrainings: Habe ich heute mein Bestes gegeben?
  • Bewerberauswahl: Die Suche nach dem Stein der Weisen
  • Persönlichkeitstests: Seele im Kreuzverhör?
  • Personalberater: Vorsicht, Falle!

Folgende Beiträge erwarten Sie:

Telefonmarketing

Lächeln Sie - man kann es hören!

Wer kennt ihn nicht, den Sketch von Karl Valentin, in dem der Buchbinder Wanninger sich hoffnungslos im Telefonnetz eines Großunternehmens verheddert - zwischen gelangweilten Mitarbeitern, übereifrigen Telefonistinnen und uninformierten Verantwortlichen? Gott sei Dank ist das heute anders. Eine freundliche Telefonstimme nimmt unser Anliegen entgegen und verbindet uns zielsicher an den richtigen Ansprechpartner. Denn, so wissen wir: Korrektes Verhalten am Telefon ist längst nicht nur Telefonverkäufern vorbehalten, die mit ihrer Stimme und dem entsprechenden Argumentationstraining die Aufträge holen. Schließlich trägt jeder positive Telefonkontakt zum Image des Unternehmens und somit - zumindest indirekt - auch zum Umsatz bei. Können bei diesem hohen Erkenntnisstand Seminare zum Telefonmarketing noch prinzipiell Neues vermitteln?
Science & Faction

Düfte optimieren das Betriebsklima

Was Sie schon immer über unser Gehirn wissen wollten, neueste Erkenntnisse in Sachen Denken, Lernen und geistiger Horizont-erweitertung - Sie finden es in dieser regelmäßigen Kolumne. Vieles ist einfach unglaublich, manchens noch nicht wissenschaftliche Lehrmeinung, das meiste wird allerdings unser Lernen in der Zukunft beeinflussen und alte Konzepte auf den Kopf stellen. Viel Spaß beim Lesen!
Persönlichkeitstrainings

Habe ich heute mein Bestes gegeben?

Dem Verkehrschaos Münchens entronnen, durch das Feiertagsgetümmel Starnbergs hindurch, die malerische Uferstraße entlang und dann plötzlich ein Schild links am Straßenrand: 'La villa'. Es geht die schmale Auffahrt hinauf, man steigt aus dem Auto, bestaunt die einmalige Architektur des von Zenetti 1854 errichteten und liebevoll restaurierten Gebäudes, ist fasziniert von der plötzlichen Ruhe und dem Blick über den Starnberger See. Auf dem gegenüberliegenden Ufer erkennt man im Dunst die Kapelle zu Ehren des Märchenkönigs Ludwig II., der an dieser Stelle seinen unaufgeklärten Tod gefunden hat. Hier findet es also statt: Das Seminar 'Die erfolgreiche Persönlichkeit' unter Leitung von Wolfgang Seils. Die Umgebung hat bei wolkenverhangenem Himmel fast etwas Märchenhaft-mystisches an sich und ich stelle mir unwillkürlich die Frage: Ist von dem Seminar Ähnliches zu erwarten?
Bewerberauswahl

Die Suche nach dem Stein der Weisen

Wie die Perle auf unserem Titelbild, makellos und glänzend: So sollte der optimale Bewerber aussehen. Was aber, wenn die Stelle mit einem 'krummen Hund' viel besser besetzt wäre? Weil er so viel besser ins Unternehmen integriert werden könnte? Weil er so zu den anderen Mitarbeitern paßt? Stattdessen wird die Perle zu einem 'krummen Hund' umgebogen, um sich anschließend über den mangelnden Erfolg des Unterfangens zu wundern. Die Klage 'Heutzutage findet man keine Leute mehr' geht am eigentlichen Problem vorbei. Das Unternehmen weiß nicht so recht, wen es eigentlich sucht, und der Bewerber weiß nicht so recht, was das Unternehmen eigentlich von ihm verlangt. Die Fehler liegen in der mangelhaften Vorbereitung und Durchführung des Auswahlverfahrens. Durchaus behebbare Fehler, wie die Autoren dieser Ausgabe meinen.
Persönlichkeitstests

Seele im Kreuzverhör?

Das Unternehmen hat eine Stelle ausgeschrieben. Ein Abteilungsleiter wird gesucht. Nicht zu alt soll er sein, aber genügend Erfahrung soll er schon mitbringen. Er muß selbständig und eigenverantwortlich arbeiten können, aber auch zu den übrigen Mitarbeitern und ins Betriebsklima passen. Bewerbungen liegen in ausreichender Zahl vor, einige Interessenten weisen sehr ähnliche fachliche Qualifikationen auf. Wie findet das Unternehmen nun den Besten unter vielen Guten? Psychologen bieten hier Rat und Tat an. Mit Persönlichkeitstest sollen Charaktereigenschaften und Einstellungen von Kandidaten soweit analysiert werden, daß sie, abgeglichen mit einem entsprechenden Anforderungsprofil der zu besetzenden Stelle, Aufschluß geben können, wer denn nun zu Unternehmen und Stelle paßt 'wie die Faust auf^s Auge'.
Personalberater

Vorsicht, Falle!

Der 'unersetzliche' Mitarbeiter reicht seine Kündigung ein, im Unternehmen schrillen die Alarmglocken. Wer soll ihn kurzfristig ersetzen? Wo soll man einen Nachfolger suchen und finden - selbstverständlich ohne allzu großes Aufsehen bei der Konkurrenz zu erregen? Also wird ein Personalberater mit der Suche beauftragt. Wie er den neuen Mann findet, ist seine Sache, nur schnell muß es gehen. Dieses Szenario entspricht den typischen Klischees, die unter dem Schlagwort 'head-hunting' oft und gerne publiziert werden. Seriöse Personalberatung zeichnet sich dagegen dadurch aus, daß es zu der oben beschriebenen Situation erst gar nicht kommt. Die sinnvollen Betätigungsbereiche des Personalberaters sind gänzlich unspektakulär. Was können Sie von Personlberatern tatsächlich erwarten - und was können Sie fordern?
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