Management

Bewerberauswahl

Die Suche nach dem Stein der Weisen

Wie die Perle auf unserem Titelbild, makellos und glänzend: So sollte der optimale Bewerber aussehen. Was aber, wenn die Stelle mit einem 'krummen Hund' viel besser besetzt wäre? Weil er so viel besser ins Unternehmen integriert werden könnte? Weil er so zu den anderen Mitarbeitern paßt? Stattdessen wird die Perle zu einem 'krummen Hund' umgebogen, um sich anschließend über den mangelnden Erfolg des Unterfangens zu wundern. Die Klage 'Heutzutage findet man keine Leute mehr' geht am eigentlichen Problem vorbei. Das Unternehmen weiß nicht so recht, wen es eigentlich sucht, und der Bewerber weiß nicht so recht, was das Unternehmen eigentlich von ihm verlangt. Die Fehler liegen in der mangelhaften Vorbereitung und Durchführung des Auswahlverfahrens. Durchaus behebbare Fehler, wie die Autoren dieser Ausgabe meinen.
Kostenfrei für Abonnent/innen von managerSeminare
Downloaden
Investiert ein Unternehmen in eine neue Maschine, erfolgen aufwendige Planungen, werden Angebote von mehreren Herstellern angefordert, sorgfältig miteinander verglichen, bevor schließlich eine Entscheidung getroffen wird.Anders, nämlich häufig völlig unsystematisch und zufällig, werden auch heute noch in vielen Unternehmen Personalentscheidungen getroffen. Angesichts dessen, daß ein neuer Mitarbeiter eine enorme finanzielle Investition bedeutet das Unternehmen langfristig bindet, im günstigen fall viel Positives bewirken, im ungünstigen viel verderben kann, muß diese Vorgehensweise verwundern.

Solange Unternehmen der gleichen Branche im Wettbewerbe stehen, sollten sie schon allein um ihrer Selbsterhaltung willen den Einsatz aller verfügbaren Ressourcen ständig verbessern In einer Zeit, in der immer mehr Aufgaben an Rechner und Maschinen delegiert werden, gehört die Personaleinstellung und -entwicklung zu den wichtigsten Erfolgspotentialen eines Unternehmens.

Da Menschen in ihren jeweiligen Rollen nur die Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln können, für die sie Anlagen (Dispositionen für Fähigkeiten)mitbringen, ist das Erkennen vorhandener Potentiale, die sorgfältige Personalauswahl, ein strategischer Erfolgsfaktor.

Früher gab es relativ einfache und trotzdem gut funktionierende Auswahlmechanismen. Universitäten stellten ein gewisses Sieb dar, genauso wie die studentischen Verbindung, Vereine oder auch das Militär. Unternehmer konnten relativ sicher sein, daß Absolventen und/oder Mitglieder bestimmter Institutionen hinsichtlich ihrer Interessen, Meinungen und ihres Verhaltens bestimmte Güteanforderungen erfüllten…
Autor(en): Horst Rückle, Hartmut Laufer
Quelle: managerSeminare 04, Juli 1991, Seite 30-37
Wir setzen Analyse-Cookies ein, um Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Diese Cookies werden nicht automatisiert gesetzt. Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen finden Sie hier.
Akzeptieren Nicht akzeptieren
nach oben Nach oben