Management

Personalberater

Vorsicht, Falle!

Der 'unersetzliche' Mitarbeiter reicht seine Kündigung ein, im Unternehmen schrillen die Alarmglocken. Wer soll ihn kurzfristig ersetzen? Wo soll man einen Nachfolger suchen und finden - selbstverständlich ohne allzu großes Aufsehen bei der Konkurrenz zu erregen? Also wird ein Personalberater mit der Suche beauftragt. Wie er den neuen Mann findet, ist seine Sache, nur schnell muß es gehen. Dieses Szenario entspricht den typischen Klischees, die unter dem Schlagwort 'head-hunting' oft und gerne publiziert werden. Seriöse Personalberatung zeichnet sich dagegen dadurch aus, daß es zu der oben beschriebenen Situation erst gar nicht kommt. Die sinnvollen Betätigungsbereiche des Personalberaters sind gänzlich unspektakulär. Was können Sie von Personlberatern tatsächlich erwarten - und was können Sie fordern?
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Haben Sie selbst oder Ihr Unternehmen mittelfristige Ziele definiert? Können Sie diese Ziele allein oder an dem Platz meistern, an dem Sie heute sind? Bedeuten diese Ziele, daß Sie Ihren Arbeitsplatz wechseln oder daß an Arbeitsplätzen Ihrer Mitarbeiter Veränderungen erforderlich sind? Die Bewältigung der Zukunft oder unumgängliche Veränderungen rechtzeitig zu beginnen, sich an völlig neue Aufgaben, die die eigenen Kräfte fachlich oder kapazitiv überschreiten, zu wagen, aber auch über die Lebenskurve von Menschen und Unternehmen hinweg nicht verhinderbare Lücken an Arbeitsplätzen stehen oft im beruflichen Leben mit personellen Veränderungen an Arbeitsplätzen im Zusammenhang. Aus der Sicht von Unternehmen wird dabei oft die Beschaffung neuer Mitarbeiter vorausgesetzt.

An dieser Stelle ist die Frage nach dem Personalmarketing zu stellen. Marketing als strategisches Konzept in Richtung Marktziel und Marktbeurteilung, eingebunden in die strategische Unternehmensplanung, um die Planungen zu begründen und die Voraussetzungen für die betriebliche Arbeit zu schaffen. Das Personalmarketing, nicht als Betriebsklima-Veranstaltung oder 'Kultur-Zirkus' verstanden, mit dazugehöriger Investitionsrechnung für Ergänzungs-, Ersatz- und Reparatur-Investitionen bleibt in diesem Konzept meist unberücksichtigt. Das ist das zentrale Dilemma vieler kleinerer und mittlerer Unternehmen. Es werden überwiegend Defizite festgestellt, beklagt und verwaltet. Aus der Historie der Unternehmer heraus stehen oft das Produkt und seine Märkte, der Betrieb oder das Kapital im Zentrum der Gedanken…
Autor(en): Gotthard von Törne, Jürgen Graf
Quelle: managerSeminare 04, Juli 1991, Seite 46-50
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