Für alle Fragen rund um unsere Webseite, unsere Medien und Abonnements finden Sie hier den passenden Ansprechpartner:
Übersicht AnsprechpartnerNachdem sich in Sachsen-Anhalt bei der Wahl im September 2026 eine als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei an die Spitze gesetzt hat, hat das Forum Werteorientierung in der Weiterbildung (kurz: FWW) in einer Pressemitteilung Stellung zur Rolle der Weiterbildung in einer demokratischen Gesellschaft bezogen. Man verstehe sich nicht als parteipolitischer Akteur, heißt es dort. „Aber wir wollen ebenso deutlich sagen: Die Würde des Menschen, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sind für uns nicht verhandelbar“, so FWW-Präsident Stephan Gingter.
Demokratie brauche Vielfalt, Debatten und unterschiedliche Überzeugungen, sie brauche aber auch ein Fundament in Form der „Grundwerte unserer freiheitlichen Demokratie“. An Weiterbildnerinnen und Weiterbildner richtet das FWW daher den Appell, Demokratiebildung als Teil der professionellen Bildungsarbeit zu verstehen. Dazu gehören aus Sicht des Verbandes unter anderem: die Verteidigung der Menschenwürde, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion, sozialem Status oder politischer Überzeugung; die Ermöglichung von Widerspruch, auch dort, wo Positionen kontrovers und unbequem sind; die Stärkung des kritischen Denkens, insbesondere im Umgang mit Desinformation, Vereinfachungen und populistischen Botschaften; schließlich die Förderung des Dialogs, ohne demokratische Grundwerte zur Disposition zu stellen.
Beitrag von Sylvia Jumpertz aus managerSeminare 344, November 2026