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Übersicht AnsprechpartnerEs ist nichts Neues, dass CEOs KI-gestützte Avatare ihrer selbst auf Mitarbeitende, Investoren und die Öffentlichkeit loslassen. Diese Doubles übernehmen dann beispielsweise wiederkehrende Kommunikationsaufgaben für die viel beschäftigten Firmenchefs. Mit der KI Open Executive, die das Unternehmen Sente Labs entwickelt und quelloffen auf GitHub zur Verfügung gestellt hat, ist das anders: Sie will Spitzenführungskräfte gleich ganz ersetzen können. Denn Open Executive ist kein Chatbot. Es ist ein agentisches System, bei dem ein Hauptagent die CEO-Rolle übernimmt, während Unter-Agenten (die verschiedene Bereiche wie HR, Recht, Marketing und Finanzen abdecken) dem KI-CEO im Hintergrund zuarbeiten. Sie liefern beispielsweise Wettbewerbsanalysen, Marktpositionierungen und Produktstrategien. Sie übernehmen die Öffentlichkeitsarbeit und betreiben Recruiting und Leistungsbeurteilungen. Ein Anwendungsfall, den der Infodienst t3n beschreibt: In einem Unternehmen für Elektrofahrzeuge hat der KI-Boss über Nacht festgestellt, dass ein Konkurrent eine Preisanpassung nach unten vorgenommen hat und entscheidet dann darüber, wie die Firma darauf reagiert. Inwieweit so einem Entscheid allerdings tatsächlich gefolgt wird, liegt immer noch beim Unternehmen, das das System auf seiner Infrastruktur laufen lässt. Unternehmerische Letztverantwortung kann so ein KI-CEO nicht tragen.
Beitrag von Sylvia Jumpertz aus managerSeminare 343, Oktober 2026