Für alle Fragen rund um unsere Webseite, unsere Medien und Abonnements finden Sie hier den passenden Ansprechpartner:
Übersicht Ansprechpartner
Künstliche Intelligenz zieht sich inzwischen durch nahezu alle Bereiche der Personalarbeit. Entsprechend präsent war die Technologie auch beim diesjährigen HR Innovation Award, der am 15. September 2026 zum Auftakt der Zukunft Personal Europe in Köln verliehen wurde. Bereits zum elften Mal würdigten die Veranstalter der Messe mit dem Preis Lösungen, die neue Wege für den HR-Markt eröffnen. Dieses Jahr zeichnen sich alle vier prämierten Tools durch ihren innovativen Einsatz Künstlicher Intelligenz aus. Vor allem drei der Lösungen demonstrieren, welche „neuen“ Wege KI in der Personalarbeit bietet.
In der Kategorie „Organisational Performance“ wurde die HR-Plattform Pentacode ausgezeichnet. Sie unterstützt Unternehmen unter anderem bei der Schichtplanung: Fällt beispielsweise kurz vor Schichtbeginn eine Person aus, ermittelt die Software eigenständig, wer als Ersatz infrage kommt. Gedacht ist die Lösung gerade für Beschäftigte in Arbeitsumgebungen wie Krankenhäusern oder Offshore-Anlagen, die bislang nicht ohne Weiteres auf KI-Systeme zugreifen konnten.
Während Pentacode KI damit in Arbeitsumgebungen bringt, in denen kurzfristig disponiert werden muss, steht bei der Gewinnerin der Kategorie „Learning & Development“ das Lernen der Mitarbeitenden im Vordergrund. Die Lernplattform Ada verbindet Qualifizierung mit konkreter Transformationsarbeit: Statt den Umgang mit KI losgelöst von der Arbeit zu trainieren, bringen die Nutzenden reale Anwendungsfälle ein und bearbeiten diese mithilfe der KI. Am Ende steht damit nicht allein ein Lerngewinn, sondern ein Ergebnis, mit dem sich weiterarbeiten lässt. Der Umgang mit KI sei heute häufig noch von Reibung statt Fluss geprägt, erklärt Miriam Meckel, die Gründerin von Ada. Damit KI tatsächlich unterstütze, müsse es gelingen, „von dieser Reibung in den Flow“ zu kommen – in einen Zustand, in dem die Technologie die Arbeit verstärke, statt sie zu unterbrechen.
Bei der Preisträgerin in der Kategorie „Corporate Health“ wird KI zur Seelsorgerin: Die Mitarbeiterberatungsplattform Heycare bietet unter anderem Zugang zu mentaler und körperlicher Gesundheitsunterstützung, Coaching und KI-gestützter Beratung. Mitarbeitende sollen frühzeitig im Alltag entlastet werden, bevor es zu Fehlzeiten und Ausfällen kommt, während HR-Teams transparente Nutzungs- und Wirkungsdaten erhalten.
Und während das Konzept einer KI-Recruiterin an sich zwar nicht neu ist, hat es das Unternehmen Madita.ai auf ein neues Level gehoben – und wurde dafür mit dem HR Innovation Award in der Kategorie „Recruiting & Attraction“ ausgezeichnet. Die gleichnamige KI-Recruiterin „Madita“ führt Erstinterviews in „menschlicher Qualität“, bewertet Kandidatinnen und Kandidaten anhand rollenspezifischer Kriterien und liefert HR-Abteilungen auf dieser Basis eine Entscheidungsgrundlage.
Vergeben wird der HR Innovation Award vom Veranstalter der Zukunft Personal Europe, CloserStill Media. Nach dessen Angaben soll der Preis die Innovationskraft im HR-Markt sichtbar machen und den ausgezeichneten Unternehmen eine öffentliche Bühne geben. Jury-Vorsitzender Simon Werther betont : „Ich bin überzeugt, dass die Finalisten und Gewinner in den vier Kategorien mit neuen innovativen HR-Lösungen einen echten Mehrwert für Unternehmen generieren können – und genau dafür steht der HR Innovation Award.“
Weitere Infos zu den Gewinnern gibt es hier: msmagazin.info/344ZPE2026
Beitrag von Sophie Dériaz aus managerSeminare 344, November 2026