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Beitrag von Christian Hugo Hoffmann und Sebastian Rosengrün aus managerSeminare 342, September 2026
Zuerst gilt es, zu überlegen, welche Tätigkeiten für eine Automatisierung überhaupt geeignet sind. Dafür lohnt sich ein prüfender Blick auf wiederkehrende Routinen, Standardentscheidungen oder aufgabenintensive Prozesse. Hier helfen Fragen wie:
Wo verbringen wir zu viel Zeit mit wenig Wertschöpfung?
Wo sind Fehlerquellen zu erwarten?
Welche Tätigkeiten lassen sich präzise und transparent dokumentieren?
Beispiel: In einem mittelständischen Beratungsunternehmen nutzt die Teamleitung eine KI-gestützte Lösung zur automatisierten Zusammenfassung von Kundenmeetings. Die Aufzeichnungen (Video oder Transkript) werden von der KI in strukturierte Gesprächsprotokolle und Aufgabenlisten überführt – inklusive automatischer Zuweisung im Projekttool. So entfällt nicht nur die zeitraubende manuelle Nachbereitung, sondern es werden auch Missverständnisse reduziert. Die Führungskraft kann sich dadurch stärker auf die eigentliche Teamsteuerung konzentrieren und gewinnt zugleich mehr Überblick über laufende Projekte. Zudem steigt die Anschlussfähigkeit für diejenigen, die nicht im Meeting anwesend waren.
Im zweiten Schritt gilt es, zu unterscheiden, wie und in welchem Ausmaß KI unterstützen darf. Keine Delegation ohne klare Aufgabenbeschreibung, eindeutige Zielsetzung und ethische Leitplanken. KI wird so im Idealfall zum verlängerten Arm menschlicher Urteilskraft, nicht zum Ersatz für sie.