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Beitrag von Silke Franzen aus managerSeminare 344, November 2026
Vorbereiten. Bevor das Gespräch beginnt, lohnt ein ehrlicher Blick nach innen: Welche konkreten Verhaltensänderungen habe ich wahrgenommen? Mehr Fehler in Berichten, Rückzug aus Meetings, ungewöhnliche Reizbarkeit – oder das Gegenteil: plötzlich exzessive Überstunden, E-Mails am Wochenende, keine Pausen mehr? Notieren Sie Beobachtungen so konkret wie möglich, ohne sie zu bewerten. Und prüfen Sie Ihre eigene emotionale Verfassung: Wer mit Ärger oder Mitleid ins Gespräch geht, wird es nicht gut führen können.
Orientierung geben. Kündigen Sie das Gespräch einen Tag vorher an, kurz und ohne Druck: „Ich würde gern morgen kurz mit dir sprechen, hast du Zeit?“ Mehr braucht es nicht. Die Person soll wissen, dass etwas kommt, aber keine Nacht lang grübeln müssen.
Rahmenbedingungen schaffen. Ein Fürsorgegespräch braucht Raum im doppelten Wortsinn: Kein Gespräch sollte zwischen Tür und Angel oder im offenen Großraumbüro erfolgen. Auch ein Spaziergang ist nicht ideal, besser ist es, in den gewohnten Wänden des Unternehmens miteinander zu sprechen. Wählen Sie einen ruhigen Raum, planen Sie ausreichend Zeit ein und achten Sie darauf, dass die Person danach keine wichtigen Termine hat. Stellen Sie Wasser auf den Tisch und halten Sie Taschentücher – versteckt! – bereit.