Tutorial
Tutorial

Den Aufwand bei Entscheidungen begrenzen

Wer viele Entscheidungen hintereinander treffen muss, wägt irgendwann womöglich weniger sorgfältig ab, verschiebt Entscheidungen oder greift vorschnell zur naheliegendsten Lösung. Ein wissenschaftlich belegtes Patentrezept gegen diese Decision Fatigue gibt es bislang nicht. Aus der Entscheidungspsychologie lassen sich jedoch Ansatzpunkte ableiten, die den Aufwand einzelner Entscheidungen begrenzen können – etwa, indem sie der endlosen Informationssuche einen Riegel vorschieben, vor unrealistischen Ansprüchen bewahren und das Sicherheitsgefühl beim Entscheiden erhöhen.

Geben Sie der Entscheidung eine Rückfahrkarte

Bevor Sie lange abwägen, prüfen Sie, wie endgültig die Entscheidung tatsächlich ist: Lässt sie sich später leicht und ohne größere Folgekosten korrigieren? Dann kann ein geringerer Prüfaufwand angemessen sein. Wird sie voraussichtlich langfristige oder schwer rückgängig zu machende Folgen haben? Dann lohnen sich umfangreiche Analysen im Vorfeld. Fragen Sie deshalb: Was würde es kosten, diese Wahl später zu ändern? Je kleiner der Preis ist, desto eher darf eine zügige Entscheidung erfolgen. So wird nicht leichtfertiger entschieden, der Aufwand wird lediglich an die Tragweite der Entscheidung angepasst.

Legen Sie fest, wann Sie genug wissen

Nicht nur das Abwägen kostet Aufmerksamkeit. Auch die Suche nach immer weiteren Informationen kann Entscheidungen unnötig verlängern. Gerade unter Unsicherheit entsteht leicht die Hoffnung, dass die nächste Zahl, Meinung oder Analyse endlich Eindeutigkeit schafft. Legen Sie deshalb vorab fest, welche Kriterien erfüllt sein müssen, welche Information die Wahl tatsächlich verändern könnte und wann die Recherche endet. So wird aus einer offenen Informationssuche ein begrenzter Prozess.

Anzeige
KI lernen, ROI sichern
KI lernen, ROI sichern
Warum scheitern so viele KI-Projekte nicht an der Technologie, sondern an der Umsetzung? Um diese Lücke zu schließen, bietet die ARS Akademie Online-Zertifikatsprogramme. So wird KI vom Experiment zum messbaren Business-Vorteil.

Formulieren Sie die Entscheidung symmetrisch

Schon die Formulierung einer Frage kann beeinflussen, welche Option als selbstverständlich und welche als Abweichung erscheint. Ein Beispiel: „Sollen wir das bestehende Verfahren verändern?“ kann das Beibehalten als normale Ausgangslage erscheinen lassen. Werden dagegen mögliche Optionen als aktive Wahl formuliert – „Sollen wir das bisherige Verfahren beibehalten oder durch ein neues ersetzen?“ –, erscheint auch das Beibehalten nicht als Norm, sondern nur als eine Option. Fragen Sie anschließend nach den Folgen beider Möglichkeiten. So wird sichtbar, dass auch das Festhalten am Status quo eine Entscheidung ist – und möglicherweise Kosten verursacht.

Weiterlesen
Wir setzen mit Ihrer Einwilligung Analyse-Cookies ein, um unsere Werbung auszurichten und Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Bei dem eingesetzten Dienstleister kann es auch zu einer Datenübermittlung in die USA kommen. Ihre Einwilligung bezieht sich auch auf die Erlaubnis, diese Datenübermittlungen vorzunehmen.

Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung und den damit verbundenen Risiken finden Sie hier.
nach oben Nach oben