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Beitrag von Svenja Gloger aus managerSeminare 344, November 2026
Unsichtbares Gepäck: Warum psychische Belastungen häufig verborgen bleiben
Teufelskreis: Weshalb mögliche Anzeichen nicht thematisiert werden
Gesunde Führung: Wie Führungskräfte schwierige Gespräche beginnen
Der ROI des Handelns: Wie sich Prävention in Zahlen ausdrückt
Anwesenheitsboni und Leaveismus: Welche Kulturen einer Prävention im Weg stehen
Umdenken erlernen: Wie wir vorbehaltlos handeln
Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 344
Frau Franzen, in Ihrem aktuellen Buch über psychische Belastungen in der Arbeitswelt sprechen Sie vom „unsichtbaren Gepäck“, das jeder Mensch mit sich herumträgt. Was meinen Sie damit?
Dr. Silke Franzen: Ich meine all das, was Menschen jeden Morgen mit zur Arbeit bringen, ohne dass man es sieht. Das können psychische Erkrankungen sein, aber auch, dass jemand gerade einen Angehörigen pflegt, sich in einer Trennung befindet, finanzielle Sorgen hat oder eine andere private Krise durchlebt. Solche Belastungen machen vor dem Firmentor nicht halt. Man sieht die Menschen im Meeting, am Schreibtisch, in der Videokonferenz – aber nicht das Gewicht, das sie gerade tragen. Die Belastungen wirken sich jedoch, je nachdem, wie groß sie sind, auf die Zusammenarbeit aus. Sie beeinflussen, wie wir denken, Entscheidungen treffen und mit anderen umgehen. Deshalb begleitet mich dieser Satz schon lange: „Auch Unsichtbares kann stören, es ist ja trotzdem da.“
Ist das Gewicht wirklich komplett unsichtbar? Manche Dinge aus dem Privatleben erzählen wir doch auch den Kollegen.