Führung

Krisenführung
Krisenführung

Planvoll durch brenzlige Lagen

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Wenn Märkte wegbrechen, Lieferketten reißen oder Cyberangriffe Systeme lahmlegen, müssen Unternehmen schnell und klug handeln. Dafür brauchen sie mehr als gute Führungskräfte, sie brauchen einen Führungsprozess, der auch unter höchstem Druck planvolles, strukturiertes Handeln ermöglicht. Von Organisationen, deren Alltagsgeschäft die Krisenbewältigung ist, lässt sich in dieser Hinsicht viel lernen. Zum Beispiel vom Führungsprozess der Landstreitkräfte der Bundeswehr.

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Neue Verwundbarkeiten: Wie Unternehmen unter Cyberattacken leiden

Gefährliches Abspulen von Routinen: Wie irrationales Handeln Krisen verschärft

Stärken, strukturieren, synchronisieren: Was Führung in Krisenlagen leisten muss

Führungsstärke ist nicht alles: Warum Krisen vor allem funktionierende Prozesse brauchen

Fünf Schritte in die Sicherheit: Wie der Führungsprozess der Landstreitkräfte Unternehmen durch Krisen helfen kann


Cover managerSeminare 344 vom 30.10.2026Hier geht es zur gesamten Ausgabe managerSeminare 344

Es passiert Unternehmen immer wieder, erst kürzlich der Reiseplattform Booking.com: Im April 2026 erhielten Kundinnen und Kunden, nachdem sie dort gebucht hatten, via WhatsApp oder E-Mail Aufforderungen, ihre Zahlungsinformationen erneut anzugeben, um die Buchung abschließen zu können. Vermeintlich kamen die Aufforderungen von der via Booking.com gebuchten Unterkunft. Tatsächlich waren sie gefälscht und kamen gar nicht von den Hotels. Täuschend echt wirkten sie trotzdem, da sie reale Buchungsdetails enthielten, die sich Kriminelle auf illegalem Weg bei Booking.com beschafft hatten, um damit sensible Finanzdaten abgreifen zu können.

Die Datenpanne ist ein typischer Fall. Immer häufiger werden Unternehmen Ziel von Datenklau und Hackerangriffen – Attacken, die sie unter erheblichen Druck setzen: Während sich die Supportanfragen häufen, die Telefone nicht stillstehen, Kundinnen und Kunden besorgt und Journalisten kritisch nachfragen, müssen sich die Verantwortlichen einen Überblick über die Lage verschaffen, schnellstmöglich dahinterkommen, was überhaupt passiert ist, das Ausmaß des Schadens taxieren und die richtigen Schritte einleiten.

Nach der Bitkom-Wirtschaftsschutzstudie 2025 waren 87 Prozent von 1.002 befragten Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage. Der entstandene Schaden für die deutsche Wirtschaft: 289,2 Milliarden Euro. Dabei kommt die Gefahr nicht nur von kriminellen Gruppen, die wie im Fall Booking.com monetäre Interessen verfolgen. Auch Cyberangriffe mit geopolitischem Hintergrund gewinnen an Bedeutung.

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