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Übersicht AnsprechpartnerWas macht ein niedriges Gehalt mit Beschäftigten? Wie eine Studie verschiedener Universitäten in Großbritannien und Frankreich zeigt: Mehr, als nur für Unzufriedenheit mit dem eigenen Kontostand zu sorgen. Auf Basis der Daten einer repräsentativen Befragung von 16.323 britischen Vollzeitbeschäftigten untersuchten die Forschenden dabei die Zusammenhänge zwischen Gehalt, Ungleichheit und dem psychischen Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Wenig überraschend scheint zunächst, dass ein niedrigeres Gehalt mit einer geringeren Zufriedenheit zusammenhängt. Jedoch betrifft das nicht nur die Zufriedenheit mit dem Geld selbst, sondern auch das Gefühl, autonom handeln und die eigenen Kompetenzen einsetzen zu können. Schlechter bezahlte Beschäftigte sind demnach weniger zufrieden mit ihren Möglichkeiten, Einfluss auf ihre Arbeit zu nehmen, Eigeninitiative zu zeigen sowie die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln, was wiederum zu mehr negativen Gefühlen wie Anspannung oder Stress führt.
Und wenngleich eine ausgeprägte Lohnungleichheit im Unternehmen nicht pauschal zu mehr Unzufriedenheit beiträgt, kann sie die Bedeutung des eigenen Gehalts verstärken: Die Zusammenhänge zwischen der Höhe des Gehalts und der Zufriedenheit mit Bezahlung, Autonomie und Kompetenz waren den Ergebnissen zufolge in Unternehmen mit großen Gehaltsunterschieden stärker ausgeprägt – und Beschäftigte, die in einem solchen Umfeld selbst wenig verdienten, besonders unzufrieden. Die Forschenden legen Unternehmen daher nahe, transparente Systeme zu schaffen und die Bezahlung an klare Faktoren wie etwa individuelle Leistung, Verantwortung oder Kompetenzen zu koppeln.
Die Studie kann in voller Länge unter msmagazin.info/344Gehalt abgerufen werden (in englischer Sprache).
Beitrag von Sophie Dériaz aus managerSeminare 344, November 2026