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Übersicht AnsprechpartnerHomeoffice ist für viele Beschäftigte längst Teil des Arbeitsalltags – allerdings nicht unbedingt in dem Umfang, den sie sich wünschen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Erwerbspersonenpanels des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung durch den WSI-Forscher Helge Emmler. Für das Panel wurden seit 2020 in 15 Erhebungsrunden knapp 7.700 Personen befragt. Für den aktuellen Stand wertete Emmler vor allem Angaben abhängig Beschäftigter aus den Erhebungen vom November 2024 und November 2025 aus. Beschäftigte, deren Tätigkeit grundsätzlich Homeoffice zulässt, möchten im Durchschnitt gut die Hälfte ihrer Arbeitszeit von zu Hause aus erledigen. Tatsächlich verbringen sie dort nur etwas mehr als ein Drittel ihrer Arbeitszeit. Ein Viertel würde den eigenen Homeoffice-Anteil gerne um mindestens 30 Prozentpunkte erhöhen. Besonders häufig gehen Wunsch und Wirklichkeit bei Beschäftigten auseinander, die von Return-to-Office-Vorgaben betroffen sind: Bei 29 Prozent von ihnen besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen gewünschtem und tatsächlichem Arbeitsort.
Diese Diskrepanz geht der Auswertung zufolge mit höherer Belastung einher. Liegen gewünschter und tatsächlicher Homeoffice-Umfang mindestens 20 Stunden auseinander, berichten 18 Prozent der Beschäftigten von hoher Arbeitsbelastung und 28 Prozent von einem schlechten Gesundheitszustand. Unter Beschäftigten, die ihren Homeoffice-Anteil nicht verändern möchten, sind es dagegen sechs beziehungsweise 14 Prozent. Um Wunsch und Wirklichkeit stärker anzunähern, wären laut WSI häufig keine grundlegenden Änderungen der Arbeitsorganisation nötig. Bei vielen Beschäftigten würde bereits ein zusätzlicher Homeoffice-Tag pro Woche die Differenz deutlich verkleinern.
Der vollständige Report kann hier heruntergeladen werden: msmagazin.info/343Homeoffice
Beitrag von Janine Dengel aus managerSeminare 343, Oktober 2026