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14. Mai 2019 | Von Nicole Bußmann

Charta für New Work: Statement für menschliche und zukunftsweisende Arbeit

New Work droht zur Management-Mode ohne greifbaren Inhalt und Impact zu werden. Davon ist der Think Tank humanfy rund um Co-Founder Markus Väth überzeugt und hat jetzt als Gegengewicht eine Charta für New Work veröffentlicht. Ihr Ziel: ein Commitment zu dem sozial-gesellschaftlichen Ansatz des Begründers Frithjof Bergmann und zur aktiven Gestaltung neuer Arbeit.

Was ist der Hintergrund der Charta?

Markus Väth: Wir wollen New Work für Unternehmen präzisieren und verständlich machen. Gleichzeitig wollen wir den Geist des ursprünglichen Gesellschaftskonzepts retten, der weit über einzelne Unternehmen hinausgeht. Der Begründer Frithjof Bergmann dachte nämlich weniger in wirtschaftlichen als in individuellen und politischen Dimensionen. New Work hat daher das Potenzial, Impulse zu geben – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für Politik und Gesellschaft. Dafür aber müssen wir das sozialutopische Potenzial heben und klar machen: Arbeit ist mehr als nur ein Job. Die New Work Charta will genau das tun und den sozial-gesellschaftlichen Ansatz Bergmanns mit den wirtschaftlichen Interessen der Unternehmen versöhnen. Ganz konkret sollen Unternehmen eine klare, praxisorientierte und theoretisch fundierte Handlungsanleitung für ihre New Work-Projekte enthalten.

Warum jetzt diese Initiative?

New Work findet immer mehr seinen Weg in den Mainstream. Uns erreichen beispielsweise immer öfter Anfragen auch von traditionellen Unternehmen, die New Work spannend finden. Wir glauben, das ist ein guter Zeitpunkt, die Szene um New Work mit einer starken Stimme zu vereinen und so den Publikumseffekt zu vergrößern. Letztlich soll die Charta in Deutschland Eingang finden in den wirtschaftlichen und politischen Diskurs über die Gestaltung von Arbeit und deren Zukunft.

Kann man sie auch verstehen als Antwort auf die Umbenennung der XING SE in New Work SE und den Aktivitäten des Netzwerks?

Die Charta richtet sich bewusst gegen die momentan grassierende Verflachung und zunehmende Beliebigkeit des Begriffs. Wo New Work draufsteht, ist eben oft kein New Work drin. Es reicht eben nicht, allen Mitarbeitern Home Office zu versprechen oder den berüchtigten Kickertisch ins Büro zu stellen. So etwas gerät leicht zum „Pflaster“, zur Symptombekämpfung ohne tiefere Auseinandersetzung mit dem Thema. Gegen diesen Etikettenschwindel wollen wir ein Zeichen setzen und treten ein für eine klare, humanistische und soziale Interpretation des Konzepts nach den Leitgedanken von Bergmann. Ich denke, auch für XING ist die Charta eine Chance, sich zu orientieren.

Mit der Charta ergeht der Ruf an die Öffentlichkeit, sich mit einer Unterschrift zu der neuen Arbeitswelt zu bekennen. Was versprechen Sie sich von den Unterschriften?

Die Unterschriften sind natürlich am Anfang zunächst ein Symbol für den Aufbruch hin zu New Work. In der Charta heißt es: „Wir fördern und fordern diese Prinzipien in unseren Unternehmen und arbeiten aktiv an ihrer Gestaltung mit – für die Zukunft unserer Unternehmen und für einen Beitrag zu einer lebenswerten Gesellschaft.“ Die Unterzeichner verpflichten sich also, in ihren Unternehmen New Work zu berücksichtigen und durch ihr Handeln auf die Ziele der Charta hinzuwirken. Letztlich wollen wir einen Sog, eine Bewegung innerhalb der Unternehmen erzeugen. Weil wir glauben, dass die Menschen Sehnsucht haben nach einer menschlichen, kraftvoll gestalteten Arbeitswelt.


Mit einer Charta allein ist es ja noch nicht getan. Was soll weiter passieren?

Mit unserem Think Tank humanfy werden wir deutschlandweit Events, Workshops und Studien durchführen, die sich den Charta-Inhalten einerseits und konkreten Themen bzw. Fragen von Unternehmen andererseits widmen. Beginnen werden wir im Juli in Nürnberg mit der „New Work Week“. Dort wird es neben einer Veranstaltung zur Charta auch Workshops geben, die konkrete Probleme von Unternehmen aufgreifen, zu denen unser New Work-Ansatz Lösungen liefert. Und natürlich werden wir unsere Unterzeichner-Community weiter aufbauen, pflegen und sie dazu einladen, voneinander zu lernen. Wir glauben an den produktiven Austausch in Netzwerken und verstehen uns entsprechend als Plattform für lebendigen Austausch, wertvolle Events und den Aufbau relevanten Wissens.

Der Interviewte:
Markus Väth (Foto oben) ist Co-Founder des deutschlandweit tätigen Think Tanks humanfy mit Sitz in Nürnberg. Der Organisationscoach beschäftigt sich seit mehr als zwölf Jahren mit den Themen Management und Führung. Zu New Work hat er mehrfach publiziert.


Kommentare (0) | Kategorie: Management & Führung

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