Kompetenzcheck

Wann sind Führungskräfte agil?

Wenn es einen Satz gibt, der Führungskräften gerade mantramäßig vorgebetet wird, dann ist es wohl dieser: „Wir müssen agiler werden.“ Agilität gilt als Zauberformel, als Weg, um Unternehmen durch die digitale Transformation und die VUKA-Welt zu führen. Doch wie führt man eigentlich „agil“? Wann gilt man als „agile Führungkraft“?

Die Berater der HR-Consultingfirma metaBeratung wollten diese Frage nicht länger aus dem Bauch heraus beantwortet wissen und sind sie daher zusammen mit der Business School IMD in Lausanne systematisch durch eine Studie angegangen. Die Ergebnisse ihres Forschungsprojekts werden im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe von managerSeminare vorgestellt.

So viel vorab: Gemessen am Hype um die Begrifflichkeit Agilität nehmen sich die Ergebnisse auf den ersten Blick wenig spektakulär aus: Agile Führung bedeutet nämlich keineswegs eine 180-Grad-Wendung weg vom klassischen Leadership. Im Gegenteil, viele Führungsmerkmale sind hier wie da gleich, legt die Studie nahe: Wie beim klassischen Führen kommt es in der agilen Führung darauf an, einen Sinnzweck zu vermitteln, Mitarbeiterentwicklung zu fördern und das Erreichen gesteckter Ziele sicherzustellen.

Und doch hat das Forschungsprojekt ein paar wesentliche Punkte herauskristallisiert, in denen sich agile Führung von klassischer unterscheidet. Identifiziert wurden etwa vier Kompetenzdimensionen: Bescheidenheit, Anpassungsgabe, Visionär sein, Engagiertheit. Zusammen mit drei ermittelten Verhaltensdimensionen ergibt sich daraus ein Orientierungsraster für den agilen Leader.

Kaum eine Methode hat sich je schneller verbreitet als Working out Loud (WOL). Vor drei Jahren noch nahezu unbekannt, wird sie inzwischen in immer mehr Großkonzernen eingesetzt. Das interessanteste an dem oft als simpel belächelten Ansatz: WOL funktioniert bottom-up – und das meist sogar besser als top-down. Weil er sich einige Prinzipien zu Nutze macht, die in unsere vernetzte Welt perfekt passen und noch dazu das wachsende Bedürfnis nach Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit bedienen. Bekannt gemacht wurde die Methode von John Stepper. managerSeminare traf den US-Amerikaner auf der Messe ZPEurope ">zum Interview. In der aktuellen Ausgabe lesen Sie, warum Deutschland Vorreiter ist in der Anwendung von WOL, was die Erfolgsstory aus Sicht seines Promoters über die Art und Weise aussagt, wie Arbeit ausgestaltet sein sollte, und wie es mit dem Ansatz weitergehen soll.
22.10.2018
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