Extraheft Der Coach im Chef

Unterstützend führen

Coaching wird seit vielen Jahren in vielen Organisationen eingesetzt – allerdings jeweils auf sehr unterschiedliche Art und Weise. Das liegt vor allem daran, dass von Unternehmen zu Unternehmen verschiedene Verständnisse des Formats kursieren, hat der Coachingforscher Thomas Bachmann in einer Untersuchung herausgefunden. Im gerade erschienenen managerSeminare-Extraheft Coaching stellt er die vier Typen vor.

Den ersten und häufigsten nennt er „Therapie“, die dazugehörige Zielvorstellung ist die „Heilung“ des Klienten. Coaching werden in diesem Verständnis primär personenbezogene Wirkungen wie emotionale Entlastung und Persönlichkeitsentwicklung zugeschrieben. Coaching als „Empowerment“ ist der Untersuchung zufolge das zweithäufigste Coachingverständnis. Dieses fokussiert auf organisationsbezogene Wirkungen wie eine bessere Aufgaben- und Rollenerfüllung. Coaching als „Expertenberatung“ mit Blick auf die Erreichung von Organisationszielen folgt auf dem dritten Platz, auf dem vierten das Verständnis von Coaching als „Pädagogik“, eine Person soll zu etwas „erzogen“ werden.

Jeder dieser Verständnistypen hat laut Bachmann seine Berechtigung – und gleichzeitig greift jeder zu kurz. Denn Coaching ist, so Bachmann, weder nur das eine oder das andere, sondern sowohl das eine als auch das andere – und noch viel mehr. Seine Botschaft: Coaching ist nicht nur das präziseste und vielseitigste Personalentwicklungsinstrument, das wir derzeit haben, sondern auch das meist unterschätzte.

So lassen sich etwa viele Techniken und Tools aus dem Coaching gut in der Führungsarbeit nutzen. Allen voran die vielen Varianten systemischer Fragen: skalierende Fragen, zirkuläre Fragen, Verschlimmerungsfrage, hypothetische Fragen … Der Rhetorikexperte Andreas Patrzek hat fürs Extraheft eine Übersicht der einzelnen Fragetypen samt ausführlichem Beibackzettel für ihren Einsatz im Führungsalltag erstellt.

Vorgestellt wird auch ein Coaching-Ansatz für die gesamte Organisation: Change Coaching. Bei diesem handelt es sich wohl um eines der intelligentesten Changemanagement-Konzepte überhaupt. Grundgedanke: Viele wesentliche Veränderungen können von den eigenen Mitarbeitern realisiert werden, wenn diese nur ausreichend Unterstützung erfahren. Das ist nicht nur erheblich günstiger als durch externe Berater gesteuerter Wandel, sondern stärkt auch das Selbstvertrauen des Unternehmens. Konzept-Entwickler Winfried Berner erklärt Schritt für Schritt, wie ein Change Coaching im Unternehmen abläuft.

Das gesamte Extraheft, das in insgesamt sechs Fachbeiträgen Coachingwissen für Führungskräfte liefert, ist als Heft im Heft erschienen, hier zu bestellen.
24.05.2017
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