Learning Delphi

Learntec liegt vorn in Sachen e-Learning-Marketing

Unter dem Titel "Mobile und vernetzte Szenarien im Aufwind" hat das MMB-Institut sein neuestes “Learning Delphi” vorgelegt. Wieder mit dabei: eine Beurteilung des Marketingpotenzials verschiedener Veranstaltungen für E-Learning in Bezug auf die kommenden drei Jahre. Eindeutiger Sieger: die Learntec.

Schon im vergangenen Jahr hatte das Ergebnis der Online-Befragung den Machern der Learntec Freude bereitet, sogar so sehr, dass sie das Delphi für eine Plakatwerbung nutzten. Während der Zukunft Personal im vergangenen Herbst platzierten sie ein Plakat mit dem Spruch ' ... nicht Böse sein! Wir sind die Nummer 1' in Köln. Insider schmunzelten: Angespielt wurde damit eben zum einen auf das MMB-Learning Delphi, zum anderen auf Gerald Böse. Der war Geschäftsführer der Messe Karlsruhe, bevor er nach Köln wechselte. Dieses Jahr hat die Learntec in der Gunst der 76 Befragten noch deutlich zugelegt. 81 Prozent sehen in ihr das größte Potenzial zur Vermarktung von E-Learning-Lösungen (im vergangenen Jahr: 64 Prozent). Die Anstrengungen der Learntec-Macher und des neuen Kongressbeirats Sünne Eichler und Peter Henning, die Traditionsveranstaltung wiederzubeleben und zu erneuern, haben offensichtlich gefruchtet.

Und überraschend: Auf Platz zwei in der Gunst der E-Learning-Wirtschaft liegt nicht, wie im vergangenen Jahr, die Zukunft Personal mit dem begleitenden Kongress "Professional Learning Europe" (PLE), sondern die didacta. Auch sie hat in den vergangenen Jahren einiges getan, um E-Learning Raum zu geben: zum Beispiel durch die Veranstaltung des parallelen Kongresses “Professional Learning”, durch eine Sonderfläche für E-Learning-Anbieter und allem voran durch die Erklärung von E-Learning zum Querschnittsthema, das alle Bildungsbereiche betrifft.

Die Online Educa findet sich auf Platz drei. Offensichtlich punktet die stark international ausgerichtete Veranstaltung mit deutlicher Fokussierung auf den Kongress und nur begleitender Ausstellung in Sachen Marketing weniger gut. Immerhin wird sie aber besser beurteilt als im vergangenen Jahr, und, überraschender Weise, auch besser als die Zukunft Personal mit der PLE. Warum die Kölner Veranstaltung aus Sicht der Experten an Attraktivität für das Marketing verloren hat, sagen die Zahlen des Delphis freilich nicht. Betrachtet man nur die Antworten der E-Learning-Dienstleister schneiden die didacta, die Online Educa und die Zukunft Personal/PLE in etwa gleich gut bzw. schlecht ab.

Wahrlich keine guten Noten bekommt die CeBit. Sie hatte bereits im vergangenen Jahr mit schlechter Platzierung überrascht. Die Zahlen sprechen dieses Jahr jedoch noch eine deutlichere Sprache: 69 Prozent der Experten sehen künftig nur noch ein geringes Potenzial für die Großveranstaltung in Sachen digitales Lernen. Die Chance, ein anerkanntes Forum für die E-Learning-Branche zu werden, hat die CeBit offenbar nicht nutzen können. Neu in die Bewertung aufgenommen wurde die Rostocker E-Learning-Veranstaltung eLBa (eLearning Baltics). Sie bildet zwar das Schlusslicht, weil ihr nur jeder fünfte Befragte ein entsprechendes Marketingpotenzial zutraut, allerdings ist die Anzahl derer, die ihr ein geringes Potenzial zutrauen, deutlich kleiner als bei der CeBit.

Insgesamt, so zeigt die Befragung, halten die Befragten eine Verknüpfung von Messe und Kongress für das E-Learning-Marketing als am besten geeignet. Neuere Formate wie World Cafés oder Barcamps spielen für die Befragten derzeit noch keine nennenswerte Rolle.

Potenzial von Messen/Kongressen für die E-Learning-Branche

- Learntec: 81 % (Vorjahr: 64 %) befinden das Potenzial “eher hoch”, 14 % (30 %) “eher gering” - didacta: 58 % (45 %) befinden das Potenzial “eher hoch”, 37% (45 %) “eher gering” - Online Educa: 53 % (47 %) befinden das Potenzial “eher hoch”, 34 % (36 %) “eher gering” - Zukunft Personal: 49 % (59 %) befinden das Potenzial “eher hoch”, 35 % (28 %) “eher gering” - CeBIT: 26% (33 %) befinden das Potenzial “eher hoch”, 69 % (60 %) “eher gering" - eLBa: 20 % befinden das Potenzial “eher hoch”, 45 % "eher gering"

Quelle: MMB-Trendmonitor 2011, N=71-74 Experten

10.07.2011
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