Entscheiden in der VUKA-Welt

Gewiss ungewiss

Wenn heute etwas sicher ist, dann, dass nichts mehr sicher ist. In unserer VUKA-Welt, einer Welt also, die geprägt ist von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität, sind Fragen schwer zu beantworten, Entscheidungen kaum gesichert zu treffen. Das Tempo auf den Märkten ist hoch, die Produktlebensdauer gering, alles ist hochgradig vernetzt. Oft kommt es gänzlich anders als erwartet. Risiken sind für Entscheider oft nur bedingt abschätzbar, ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten kaum zu berechnen. Und selbst wenn mit einer Entscheidung ein angestrebtes Ziel erreicht wurde, können ungeahnte Wechselwirkungen auftreten.

Kurzum: Die VUKA-Welt ist nicht nur unsicher, sondern in hohem Maße ungewiss. Während sich Unsicherheit durch Fleißarbeit, also sorgsame Informationsbeschaffung und -auswertung ausräumen oder zumindest in kalkulierbare Risiken überführen lässt, geht das mit Ungewissheit nicht. Die Folge: Entscheidungen werden überhastet getroffen oder im Gegenteil: hinausgezögert bzw. gänzlich ausgesetzt. Nicht selten sind daher die Führungskräfte selbst ein Risikofaktor fürs Geschäft.

Dabei verhalten sie sich oft nur so, wie sie es jahrzehntelang im BWL-Studium, an den Business Schools oder in den Unternehmen gelernt haben. Überall wurde der Manager als Steuermann beschworen, der das Unternehmen via seiner Entscheidungen sicher durch die Weltmeere leitet. Doch dieses Bild schwankt nicht nur, es ist bereits im Untergang begriffen. Führungskräfte sollten sich daher lieber mit der Ungewissheit anfreunden, sie akzeptieren und ihre Entscheidungslogiken und -verfahren an sie anpassen. Wie das geht, lesen Sie, liebe Leserinnen und Leser, im diesmaligen Titelbeitrag der neuen Ausgabe von managerSeminare.

Wenn es um Führung geht, fällt der Blick automatisch auf die Führungskräfte. Doch was ist mit der anderen Seite? Mit den Geführten? Führung ist Beziehungsgestaltung und daher mitnichten eine One-(Wo)Man-Show. It takes two to Tango – vor allem in der modernen Arbeitswelt mit den gewünschten flachen Hierarchien und selbstverantwortlichen Teams zeigt sich immer deutlicher, dass zu guter Führung mindestens zwei gehören. Denn Führungskräfte können nur so gut führen, wie ihre Mitarbeiter sie lassen. Was diese tun können und sollten, damit Führung gelingt, lesen Sie auch in der neuen Ausgabe von managerSeminare – in Form von elf Geboten für das bessere Geführtwerden.
21.07.2017
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