Die Un-Rentner

Fallbeispiele gesucht

Wissen Sie schon, was Sie in Ihrem Ruhestand tun wollen? Oder sind Sie vielleicht schon in der so genannten nachberuflichen Phase? Inspiriert von dem Artikel "Die Un-Rentner" in managerSeminare erzählte uns Peter Cristofolini, selbst Un-Rentner, von seiner aktuellen Tätigkeit. Seine Idee: Fallstudien zu sammeln von Managern, die ebenfalls nicht nur golfen, reisen oder Theater besuchen wollen in ihrer Rentner-Zeit. Spazierengehen, Schlafen, Golfen – das reicht den meisten Managern auch im Ruhestand nicht aus. Sie wollen weiter performen, gern auch gegen Bezahlung. Das aber ist oft leichter gesagt als getan. Für den Artikel in managerSeminare hat Autor Henning von Vieregge Altersgenossen zu ihren Erfahrungen mit dem Übergang in die neue Lebensphase befragt und sich auf dem Jobmarkt für Senioren umgesehen.

Beispiele für Un-Rentner findet man durchaus schon einige: Ein Paradebeispiel ist Helmut Schmidt: Der Altbundeskanzler und Publizist dachte auch nach dem Ende seiner aktiven politischen Laufbahn in keinem Moment daran, sich zur Ruhe zu setzen. Der Mittneunziger ist bis heute Herausgeber der Zeitung Die Zeit und steht voll im öffentlichen Leben.

Ein jüngeres Beispiel liefert Thomas Sattelberger. Nach seinem Ausscheiden als Personalvorstand der Telekom im Mai dieses Jahres ist er kein bisschen ruhiger geworden. Zig ehrenamtliche Jobs füllen seinen Alltag. So ist er u.a. Vorsitzender der von BDA und BDI getragenen MINT-Initiative, Vorsitzender des Beirats Deutschlandstipendium, Sprecher bei der vom Bundesarbeitsministerium geförderten Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) sowie Vice President der European Foundation for Management Development in Brüssel. Ende Juli hat er einen weiteren Posten angetreten: den Vorstandsvorsitz der Stiftung der Zeppelin Universität in Friedrichshafen.

Polit-Promi Schmidt und Vorzeige-Personaler Sattelberger sind indes nicht die einzigen Rentner mit Programm. In der Sphäre der gehobenen Angestellten ist es mittlerweile Usus, sich nach dem Ende der Erwerbstätigkeit nicht mehr in den 'wohlverdienten Ruhestand' zu verabschieden, sondern – augenzwinkernd und doch ernst gemeint – in den 'Unruhestand'.

Wie unser Leser Peter Cristofolini. Der Ehrenpräsident des Marketing-Clubs Essen bringt sein Know-how nach 42 Jahren Beratung in Werbung und Verkaufsförderung nun schon seit 13 Jahren ehrenamtlich ein. Er berät kleine Theater, Kulturzentren, Chöre und Literaturkreise in Fragen des Marketings und fühlt sich damit nicht nur gut beschäftigt, sondern auch extrem wertgeschätzt.

Sind Sie in ähnlicher Situation? Oder kennen Sie Kollegen, die ihr Rentnerdasein für sich sinnvoll gefüllt haben? Welche Vision haben Sie für Ihre nachberufliche Phase? Wir freuen uns auf Ihre Erfahrungen und Erzählungen: einsenden unter redaktion@managerseminare.de oder posten bei Facebook.

Foto: istockphoto

02.08.2012
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