Coaching-Vordenker Sir John Whitmore ist tot

Sir John Whitmore ist tot. Ende April 2017 verstarb der der britische Coaching-Pionier im Alter von 79 Jahren. Bekannt ist Whitmore vor allem durch das von ihm entwickelte GROW-Modell geworden, das er zum ersten Mal 1992 in seinem Buch „Coaching for Performance“ vorgestellt hatte.

Sir John Whitmore war ein Paradebeispiel für die oft ungeraden Lebenswege erfolgreicher Coachs. Der adelige Brite war Rennfahrer und Gründer einer Sportschule (Tennis, Ski, Golf), bevor er Business Coach und Autor wurde. Engagiert und überzeugt setzte sich Whitmore für eine stärkere Beachtung der spirituellen Entwicklung ein, Kernbegriffe für ihn waren in der Führung sowie im Coaching: der Glaube an sich selbst, fokussierte Aufmerksamkeit sowie Verantwortungsübernahme.

Der Coaching-Ansatz, den Whitmore vertrat, beruht auf der Überzeugung, dass jeder Coachee das Potenzial in sich trägt, neue Herausforderungen oder Probleme allein zu bewältigen. Die Aufgabe des Coachs ist es demnach, ihm den Zugang zu diesem Potenzial zu ermöglichen - vor allem durch Fragen und aktives Zuhören. Die Fragen sollen die Aufmerksamkeit des Coachees bündeln und so sein Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten steigern. Was das für Fragen sind, und in welcher Reihenfolge sie gestellt werden sollten, beschreibt das von ihm entwickelte GROW-Modell. Danach ist jede Coaching-Sitzung in die vier Phasen Zielsetzung (Goal setting), Realität (Reality checking), Optionen (Options) sowie Entscheidung und Wille (What is to be done, when, by whom and the will to do it.) einzuteilen.

Whitmore gründete das Beratungsunternehmen Performance Consultants International mit Sitz in London und New York. Auch auf dem deutschen Markt wollte er einst reüssieren, zumindest kündigte er das im Jahr 2006 an. 2005 war er in Deutschland aufgetreten - in Frankfurt auf dem Coachingkongress des DBVC.

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Fotoquelle: Tell Muenzing/Coaching-Magazin
17.05.2017
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