Konstruktives Schimpfen

Konstruktives Schimpfen

Das „konstruktive Schimpfen“ gibt Teammitgliedern Gelegenheit, über Unzufriedenheiten oder Missstände zu reden, ohne dadurch die Stimmung zu verschlechtern oder die Probleme zu vertiefen. Es ist ein schnelles Verfahren, das sich gut vor allem zu Beginn von Workshops einsetzen lässt. Denn damit wird eine Grundlage geschaffen, auf der gut weitergearbeitet werden kann.



Vorgehen

1. Zunächst wird die Gruppe in Paare aufgeteilt.
Sofern es Konfliktparteien gibt, setzen sich die Paare idealerweise je aus deren Vertretern zusammen.

2. Die Paare bekommen Instruktionen (mit) und machen sich jeweils zu zweit auf zu einem kurzen Spaziergang. Das Rausgehen erleichtert das Reden.
  • Zunächst spricht die erste Person. 5 Minuten lang, ohne dabei von der anderen unterbrochen zu werden.
  • Das Thema ist, was sie besonders irritiert an der Zusammenarbeit in ihrem Team, bzw. an der Zusammenarbeit mit der anderen Abteilung. (Grenzen Sie hier mit einer Instruktion, worüber geschimpft werden soll, sorgfältig ein.)
  • Schweigt die redende Person, fragt die zweite nach: 'Was noch?'.
  • Die zweite, zuhörende Person achtet auf die Zeit und führt das 'Schimpfen' nach 5 Minuten vorsichtig zu einem Ende.
  • Jetzt werden die Rollen gewechselt und das Paar macht sich Richtung Rückweg.
  • Die zweite Person spricht nun, während die erste zuhört und gegebenenfalls fragt: 'was noch?'.

3. Zurück im Raum, stellen sich alle Partner gegenseitig die folgende Frage: 'Was möchtest Du nun erreichen?'

4. Jede Person schreibt das, was ihr am wichtigsten ist, auf ein Post-it.

5. Vor der gesamten Gruppe werden die Post-its nacheinander auf ein Flipchart geklebt und laut vorgelesen. Es macht Sinn, die Runde abschließend zu fragen, welche Gemeinsamkeiten gesehen werden.

Verdeutlichen Sie der Gruppe, welche Schritte sie damit bereits erreicht hat:
  • Alle haben Ihre Anliegen zur Sprache bringen können.
  • Sie haben Ihre Wünsche formuliert und gesagt, was jetzt passieren soll.
  • Dazu haben sie sich ausgetauscht und gehört, was die anderen wollen.

'Damit haben wir jetzt gute Ansatzpunkte, um daran zu arbeiten, wie Sie die Zusammenarbeit konkret verbessern können.“



Quelle und weitere Infos: Dieses Tool beschreibt Peter Röhrig in seinem Beitrag: 'Konstruktives Schimpfen. Wie Probleme im Team oder zwischen Teams ohne Risiko angesprochen werden können'. Es ist Teil des neuen Sammelbandes: 'Lösungsfokussiertes Konflikt-Management in Organisationen:Methoden und Praxisbeispiele für Konfliktlösung zwischen Einzelnen, in Teams und Organisationseinheiten'
TK-Tipp vom 10.11.2019

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