Achtsame Kommunikation im Führungstraining vermitteln

Achtsame Kommunikation im Führungstraining vermitteln

Auf den Begriff der „Achtsamen Kommunikation“ treffen wir immer häufiger. Doch worum geht es dabei? Wenn die Grundlagen der Achtsamkeit bekannt sind, d.h. Präsenz im Hier und Jetzt, Nicht-Bewerten, dann sollte die Antwort einfach abzuleiten sein.

Verschiedene Ansätze für achtsame Kommunikation

Es gibt verschiedene Erklärungsansätze für die achtsame Kommunikation. Die Autoren Narbeshuber und Narbeshuber beschreiben in ihrem Buch „Mindful Leader“ vier Ebenen des Zuhörens und der Kommunikation:

  1. Ebene: Autopilot (unverbindlich)
  2. Ebene: Kognition (objektivierend, sachorientiert, bereit zur Differenz/Konfrontation)
  3. Ebene: Empathie/Mitgefühl (einfühlend, beziehungsorientiert, bereit zur Begegnung)
  4. Ebene: Wollen/Inspiration (inspiriert, am Entstehen orientiert, bereit zur Transformation des Selbst und des Systems)

Dabei gehen die Ebenen von eins bis vier immer tiefer und beinhalten alle sowohl Vor- als auch Nachteile und sind situationsspezifisch zu wählen.

Die sogenannten „Hilfsregeln der Kommunikation“ der Themenzentrierten Interaktion (TZI) bieten eine klarere Beschreibung, was unter achtsamer Kommunikation zu verstehen ist und sind für ein Führungstraining mit dem Schwerpunkt Achtsamkeit praxisorientierter: 

  • „Vertritt dich selbst in deinen Aussagen. Sprich per ‚Ich‘ und nicht per ‚Wir‘ oder ‚Man‘.“
  • „Wenn du eine Frage stellst, sage, warum du fragst und was deine Frage für dich bedeutet.“
  • „Sage über dich selbst aus und vermeide das Interview.“
  • „Sei authentisch und selektiv in deiner Kommunikation. Mache dir bewusst, was du denkst und fühlst, und wähle, was du sagst und tust.“
  • „Halte dich mit Interpretationen von anderen so lange wie möglich zurück. Sprich stattdessen deine persönlichen Reaktionen aus.“
  • „Sei zurückhaltend mit Verallgemeinerungen.“
  • „Wenn du etwas über das Benehmen oder die Charakteristik einer anderen Person aussagst, sage auch, was es dir bedeutet, dass sie so ist, wie sie ist.“
  • „Seitengespräche haben Vorrang. Sie stören und sind meist wichtig.“
  • „Wenn mehr als einer gleichzeitig sprechen will, verständigt euch in Stichworten, über was ihr zu sprechen beabsichtigt.“

Nach einem solchen Trainingsinput ist es wichtig, diese Inhalte in die Praxis zu übertragen. Hier sollte sich eine Gesprächsübung anschließen, in der die Seminarteilnehmenden das achtsame Kommunizieren üben und vertiefen können. Ideal sind Zweiergespräche mit jeweils einem Beobachtenden, der das Gespräch stumm verfolgt und sich gegebenenfalls Notizen macht für ein abschließendes Feedbackgespräch.

 

Der Input, die Beschreibung der Gesprächsübung und die Handouts für die Teilnehmenden ist in der Neuerscheinung „Achtsame Führung: Trainings erfolgreich leiten“ von Marion Hermann ausführlicher dargestellt. Sie finden darin insbesondere die Beschreibungen für ein dreitägiges Präsenztraining als auch für ein Onlinetraining und drei weitere Module.

Buchabbildung Achtsame Führung: Trainings erfolgreich leiten
TK-Tipp vom 22.05.2026

Passende Produkte von Trainingsmedien

Passende Bilder zum Thema

Wir setzen mit Ihrer Einwilligung Analyse-Cookies ein, um unsere Werbung auszurichten und Ihre Zufriedenheit bei der Nutzung unserer Webseite zu verbessern. Bei dem eingesetzten Dienstleister kann es auch zu einer Datenübermittlung in die USA kommen. Ihre Einwilligung bezieht sich auch auf die Erlaubnis, diese Datenübermittlungen vorzunehmen.

Wenn Sie mit dem Einsatz dieser Cookies einverstanden sind, klicken Sie bitte auf Akzeptieren. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung und den damit verbundenen Risiken finden Sie hier.
nach oben Nach oben